WhatsApp-Warnung: NCERT meldet Phishing-Angriffe über Web und Desktop
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 06:25 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas National Cyber Emergency Response Team (NCERT) in Pakistan hat am 26. Oktober 2026 eine dringende Hochrisiko-Warnung vor gezielten Phishing- und Schadsoftware-Angriffen herausgegeben. Die Kampagnen zielen insbesondere auf Nutzer von WhatsApp Web und WhatsApp Desktop sowie auf den geschäftlichen E-Mail-Verkehr ab.
Nach Angaben der Cyberbehörde treten die Angreifer unter gefälschten Identitäten auf und geben sich als Regierungsbeamte oder Vertreter staatlicher Dienststellen aus. Über diesen Weg versenden sie manipulierte Dateien, die bei Ausführung Windows-Computer infizieren.
Die Schadsoftware ermöglicht den Tätern einen weitreichenden Systemzugriff: Sie können betroffene Geräte kontrollieren sowie Passwörter und vertrauliche Informationen ausspähen. Zudem warnt das NCERT davor, dass Kriminelle bestehende, aktive WhatsApp-Web-Sitzungen übernehmen können, um anschließend die Kontakte der Kompromittierten mit gefälschten Nachrichten ins Visier zu nehmen.
Dringende Schutzmaßnahmen für sensible Bereiche
Angesichts der Bedrohungslage empfiehlt die Behörde Regierungsbeamten und Beschäftigten, die mit vertraulichen Daten arbeiten, WhatsApp Web und die Desktop-Anwendung auf Windows-Geräten vorerst zu meiden. Die Nutzung sollte auf dienstlichen Computern vorübergehend stark eingeschränkt werden. Zudem sollten dort keine Dateien geöffnet oder gespeichert werden, die über den Messenger empfangen wurden.
Als verdächtige Anzeichen nennt das NCERT unerwartete Nachrichten oder Dateianhänge von eigentlich bekannten Telefonnummern sowie unbekannte Einträge in der Übersicht der verknüpften Geräte. Nutzer sollten diese Geräteliste regelmäßig kontrollieren und nicht zuordenbare Sitzungen umgehend beenden. Unerwartete Nachrichten, Hyperlinks und Dateianhänge müssen vor dem Anklicken über alternative Kanäle auf ihre Echtheit hin überprüft werden.
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Darüber hinaus rät die Behörde zu standardmäßigen Sicherheitsvorkehrungen wie der zeitnahen Installation aller Updates für Betriebssysteme, Browser und Anwendungen sowie zur Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung und der Zwei-Schritt-Verifizierung innerhalb des Nachrichtendienstes.
Sollte der Verdacht auf eine bereits erfolgte Infektion bestehen, empfiehlt das NCERT, den betreffenden Rechner umgehend vom Internet zu trennen und relevante Chatverläufe sowie Protokolldateien als Beweismittel zu sichern.
Betrugsmasche zielt auf Kontenübernahme ab
In einer weiteren Warnung, die über die Kabinettsabteilung verbreitet wurde, macht das NCERT zudem auf eine aktuelle Kampagne zur Kontenübernahme aufmerksam. Dabei nutzen Kriminelle eine neue Variante des Betrugs mit Einmalpasswörtern, um Konten vollständig zu kapern und Zugriff auf persönliche Daten, Chatverläufe und Medienarchive zu erhalten. Gelingt die Übernahme, bitten die Täter häufig die hinterlegten Kontakte unter Vorgabe falscher Tatsachen um finanzielle Unterstützung.
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Die Behörde stellt klar, dass der sechsstellige SMS-Verifizierungscode sowie die persönliche PIN der Zwei-Schritt-Verifizierung unter keinen Umständen weitergegeben werden dürfen. Dies gelte auch für Anfragen, die scheinbar von bekannten Kontakten stammen oder über unerwartete Telefonanrufe und Textnachrichten eintreffen.
