Windows 10: Microsoft verlÀngert Sicherheitsupdates bis Oktober 2027
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 13:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deMicrosoft hat den Zeitraum fĂŒr Sicherheitsupdates fĂŒr Windows 10 bis Oktober 2027 verlĂ€ngert. Ziel des Schritts ist es, Ă€ltere Computer weiterhin vor Sicherheitsbedrohungen zu schĂŒtzen. Die verlĂ€ngerte UnterstĂŒtzung umfasst ausschlieĂlich Sicherheitsupdates; funktionale Neuerungen, wie sie fĂŒr Windows 11 entwickelt werden, sind darin nicht enthalten.
Nutzer funktionstĂŒchtiger Rechner, welche die Hardwarevorgaben des Nachfolgesystems nicht erfĂŒllen, erhalten dadurch ein zusĂ€tzliches Jahr Zeit. Diese Spanne ermöglicht es Anwendern abzuwĂ€gen, ob sie das bisherige System weiter betreiben, ein Upgrade durchfĂŒhren oder sich fĂŒr eine alternative Lösung entscheiden.
HardwarehĂŒrden verlangsamen den Plattformwechsel
Der Wechsel auf das aktuelle Betriebssystem scheitert auf vielen GerĂ€ten an den technischen Vorgaben: Windows 11 verlangt zwingend die Sicherheitsarchitektur TPM 2.0 sowie die Aktivierung von Secure Boot. Dies betrifft einen groĂen Teil der bestehenden PC-Basis.
Nach Angaben des Chief Operating Officer von Dell verbleiben schĂ€tzungsweise 500 Mio. Nutzer auf Windows 10, obwohl deren GerĂ€te technisch fĂŒr eine Aktualisierung auf Windows 11 geeignet wĂ€ren. Weitere 500 Mio. Nutzer verfĂŒgen laut dem Dell-Manager ĂŒber vier Jahre alte GerĂ€te, welche die Systemanforderungen fĂŒr Windows 11 ĂŒberhaupt nicht unterstĂŒtzen.
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Umweltaspekte durch verzögerte Obsoleszenz
Das Auslaufen der BetriebssystemunterstĂŒtzung wirft neben technischen Fragen auch ökologische Probleme auf. Angaben von Fraunhofer Austria zufolge sind in der EuropĂ€ischen Union 41 Mio. GerĂ€te von dieser hardwarebedingten Obsoleszenz betroffen, davon 5,47 Mio. in Italien.
Laut Berechnungen von Fraunhofer Austria lieĂen sich durch eine einjĂ€hrige VerlĂ€ngerung der Lebensdauer der betroffenen PCs in Italien ca. 156 Tonnen Elektroschrott vermeiden und ca. 43.000 Tonnen CO? einsparen.
Ergebnisse einer Fraunhofer-Studie stĂŒtzen die Relevanz einer lĂ€ngeren Nutzungsdauer: Demnach sind in Europa etwa 47 Mio. PCs auf Windows 10 festgefahren, wovon ebenfalls 5,47 Mio. in Italien verortet sind. Die Studie beziffert das Einsparpotenzial einer einjĂ€hrigen NutzungsverlĂ€ngerung auf 1.172 Tonnen Elektroschrott sowie etwa 320.000 Tonnen an CO?-Emissionen.
Viele Nutzer zögern beim Wechsel, da die Hardware-HĂŒrden oft unĂŒberwindbar scheinen. Ein spezieller Ratgeber enthĂŒllt nun einen legalen Weg, wie die Installation trotz KompatibilitĂ€tsprĂŒfung schnell und einfach klappt. Kostenlosen Report zum Windows 11 Upgrade sichern
Alternative Wege und Ausblick
Um Ă€ltere GerĂ€te ohne die erforderlichen Voraussetzungen fĂŒr Windows 11 weiter betreiben zu können, entstehen zusĂ€tzliche Ausweichmöglichkeiten. Eine Partnerschaft zwischen Google und refurbed bietet Nutzern einen Weg, diese Hardware sicher weiterzuverwenden. Ab November kann das Betriebssystem ChromeOS Flex als USB-Stick ĂŒber refurbed.it gegen 3 Euro Versandkosten bestellt werden, um PCs ohne Windows-11-Tauglichkeit umzurĂŒsten.
Gleichzeitig spekulieren Fachbeobachter ĂŒber den weiteren Zeitplan des Softwarekonzerns. XDA-Autor Abhishek merkte an, er wĂ€re nicht ĂŒberrascht, wenn Microsoft Windows 10 bis 2028 verlĂ€ngern wĂŒrde, wie es fĂŒr Enterprise-Systeme im Rahmen bezahlter ESU-PlĂ€ne vorgesehen sei.
