Windows 10: Sicherheitsupdates bis Oktober 2027 verlängert
30.06.2026 - 18:31:24 | boerse-global.de
Microsoft hat sein Sicherheitsupdate-Programm für Windows 10 erneut verlängert. Der finale Stichtag für Patches verschiebt sich nun auf den 12. Oktober 2027. Die Entscheidung fiel Ende Juni – und ist ein weiteres Zugeständnis an die Millionen Nutzer, die noch immer auf dem alten Betriebssystem festhängen.
Der reguläre Support endete bereits am 14. Oktober 2025. Mit dem Extended Security Update (ESU) können Rechner weiterhin kritische Sicherheitslücken schließen – neue Funktionen oder technischen Standard-Support gibt es aber nicht.
Wer bekommt die Updates – und zu welchem Preis?
Privatkunden zahlen eine Pauschale von 30 Euro für bis zu zehn Geräte pro Konto. Microsoft bietet aber mehrere kostenlose Zugänge an: Wer OneDrive-Backup abonniert, sich mit einem Microsoft-Konto anmeldet und die Cloud-Synchronisation aktiviert, erhält die Sicherheitsupdates gratis. Auch 1.000 Microsoft-Rewards-Punkte reichen für die Freischaltung.
Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gibt es die Updates sogar ganz ohne Cloud-Zwang – Bedingung ist lediglich, dass man sich alle 60 Tage einmal am Gerät anmeldet.
Anders sieht es bei Unternehmen aus: Geschäftskunden zahlen im ersten Jahr umgerechnet rund 52 Euro pro Gerät. Der Preis verdoppelt sich jährlich, maximal drei Jahre lang. Die gestaffelte Preisstruktur soll Firmen zur Migration drängen, ohne kritische Altsysteme ungeschützt zu lassen.
Wer Windows 10 weiter nutzt, sollte die verlängerten Sicherheitsupdates bis Oktober 2027 unbedingt aktivieren – am besten kostenlos über OneDrive oder Rewards. In dieser Anleitung erfahren Sie in 3 Schritten, wie das geht. Kostenlose Anleitung jetzt anfordern
Warum Windows 10 nicht stirbt
Trotz des Nachfolgers Windows 11 bleibt das alte System dominant. Laut Statcounter liefen im Mai 2026 noch ĂĽber 26 Prozent aller PCs mit Windows 10. Unter Steam-Nutzern waren es rund 24 Prozent. Eine interne Umfrage zeigt: 68 Prozent der Befragten planen, vorerst bei Windows 10 zu bleiben. Nur 19 Prozent sind umgestiegen.
Die Gründe liegen auf der Hand: Hohe PC-Preise durch teurere KI-fähige Hardware und steigende RAM-Kosten machen Neuanschaffungen für viele unerschwinglich. Kritiker hatten bereits vor dem ursprünglichen Support-Ende gewarnt, dass ein harter Schnitt bis zu 400 Millionen Rechner in die vorzeitige Rente schicken könnte.
Technische Details und aktuelle Probleme
Aktuelle Windows-Updates verursachen Systemabstürze? Mit der richtigen ESU-Aktivierung umgehen Sie die Probleme und bleiben bis 2027 geschützt. Die Checkliste zeigt, welche Patches sicher sind und wie Sie Ausfälle vermeiden. Sicherheits-Checkliste jetzt sichern
Das ESU-Programm gilt für Windows 10 Version 22H2 – in den Editionen Home, Pro, Pro Education und Workstation. Bestehende Teilnehmer werden automatisch bis 2027 verlängert, Neuanmeldungen sind bis zum Programmende möglich.
Die Verlängerung kommt nicht zufällig: Der kumulative Update KB5094127 vom Juni 2026 sorgte für Ärger. Nutzer berichteten von Systemabstürzen, Startproblemen, Audioausfällen und spontanen Gerätetrennungen. Mit der verlängerten Sicherheitsfrist will Microsoft Unternehmen und Verbrauchern mehr Zeit geben, diese technischen Hürden zu meistern – ohne die Sicherheit ihrer bestehenden Hardware zu gefährden.
