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Windows 11: 2,6 GB Speicher durch KI-Deinstallation zurückgewinnen

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 02:44 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft erlaubt Deinstallation lokaler KI-Modelle. Neues Cloud-Rebuild-Feature und Fix für 500-GB-Speicherbug angekündigt.

Windows 11: KI-Modell entfernen und 2,6 GB Speicher freigeben
Leuchtendes KI-Gehirn-Symbol löst sich in digitalen Staub auf, über Windows-11-Desktop mit Datenströmen, symbolisiert KI-Deinstallation und Speicherrückgewinnung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die neue Funktion steckt in einer experimentellen Windows-11-Version.

Speicherfresser KI: Was sich ändert

Die Option zielt auf Phi Silica, ein zentrales KI-Modell, das direkt auf dem Gerät läuft. Wer es entfernt, spart knapp 2,6 GB Speicher. Das ist kein Pappenstiel – zum Vergleich: Die KI-Komponenten des Chrome-Browsers belegen rund 4 GB.

Microsofts Schritt ist bemerkenswert. Der Konzern verschärft gleichzeitig die Hardware-Anforderungen für seine „Copilot+ PC“-Kategorie: Mindestens 16 GB RAM, 256 GB Speicher und eine Neural Processing Unit (NPU) mit 40 Billionen Operationen pro Sekunde sind Pflicht. Dass man die KI nun auch wieder loswerden kann, gibt Nutzern mehr Kontrolle über vorinstallierte Ressourcen.

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Der Albtraum der 500-GB-Datei

Das Thema Speicherplatz ist für Windows 11 ohnehin brisant. Erst im Juni 2026 musste Microsoft mit dem Update KB5095093 einen kritischen Bug ausbügeln: Eine Systemdatei namens CapabilityAccessManager.db-wal konnte aufgrund eines Logging-Fehlers auf bis zu 500 GB anwachsen. Betroffene Nutzer standen buchstäblich ohne Speicherplatz da.

Das Juni-Update schaffte erste Abhilfe. Für die zweite Juli-Woche 2026 kündigte Microsoft ein umfassenderes kumulatives Update an, das den Fix auf alle Systeme bringen soll. Wer das Update wegen fehlendem Speicher nicht herunterladen konnte, musste auf Drittanbieter-Tools zur Analyse der aufgeblähten Log-Dateien zurückgreifen – oder notfalls das System zurücksetzen.

Cloud-Rebuild: Windows-Neuinstallation ohne USB-Stick

Ein weiteres Feature steht kurz vor dem Start: „Cloud Rebuild“ soll ab dem 14. Juli 2026 verfügbar sein. Das Tool, erreichbar über die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE), formatiert die Systempartition und installiert Windows direkt aus der Cloud – kein USB-Stick nötig. Voraussetzung: eine aktive Internetverbindung. Die Kehrseite: Sämtliche lokalen Daten auf der Systempartition werden gelöscht.

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Die GDID-Debatte: Sicherheit versus Privatsphäre

Parallel zu den Speicher-Neuerungen rückt ein heikles Thema in den Fokus: Windows 11 nutzt eine permanente Gerätekennung namens GDID (Global Device ID). Sie verknüpft Nutzeraktivitäten über verschiedene Dienste hinweg und lässt sich nicht vollständig deaktivieren – ohne den Windows Store und die Systemaktivierung zu beeinträchtigen.

Dass diese Kennung weit mehr als nur ein Marketing-Tool ist, zeigen jüngste Ermittlungen: Das FBI nutzte GDID-Daten, um Mitglieder prominenter Hacker-Gruppen zu identifizieren. Datenschützer fordern mehr Transparenz. Microsoft hält dagegen: Die Tracking-Mechanismen seien für Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Plattform unverzichtbar.

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