Windows 11 26H2: Microsoft aktiviert Systemwiederherstellung automatisch
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 09:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft plant, die Funktion Point-in-Time Restore in Windows 11 26H2 künftig standardmäßig zu aktivieren. Damit soll die Systemwiederherstellung nach Fehlern, fehlgeschlagenen Updates oder Malware-Befall vereinfacht werden. Der Rollout ist für Ende September beziehungsweise Anfang Oktober 2026 vorgesehen.
Automatische Wiederherstellungspunkte
Die Funktion erstellt automatisch alle 24 Stunden lokale Wiederherstellungspunkte und speichert diese bis zu 72 Stunden lang. Dafür reserviert Windows bis zu 50 Gigabyte Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk.
Anders als klassische Backups sichert Point-in-Time Restore den gesamten Systemzustand einschließlich persönlicher Dateien und nutzt dafür den Volume Shadow Copy Service (VSS), eine seit Langem in Windows integrierte Technologie zur Erstellung von Schattenkopien.
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Voraussetzungen für die automatische Aktivierung
Damit die Funktion automatisch aktiv wird, muss das Systemlaufwerk mindestens 200 Gigabyte umfassen. Geräte, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, erhalten die Funktion nicht automatisch, können sie jedoch manuell über die Einstellungen unter System, Wiederherstellung selbst einschalten.
Nach Angaben von undercodenews.com wird Point-in-Time Restore standardmäßig auf berechtigten, unternehmensverwalteten Systemen aktiviert. Auf vielen nicht verwalteten Geräten ist die Funktion demnach bereits jetzt standardmäßig aktiv. Für Privatnutzer bedeutet das: Wer ein ausreichend großes Systemlaufwerk besitzt, wird die zusätzliche Absicherung möglicherweise ohne eigenes Zutun bereits nutzen, sobald das Update auf 26H2 erfolgt.
Kein Ersatz für klassische Backups
Microsoft und die berichtenden Quellen betonen einen wichtigen Vorbehalt: Point-in-Time Restore ersetzt keine regulären Backups. Die Funktion ist auf die Wiederherstellung eines funktionierenden Systemzustands innerhalb eines kurzen Zeitfensters von bis zu 72 Stunden ausgelegt, nicht auf die langfristige Datensicherung.
Nutzer, die vor Datenverlust durch Hardwaredefekte, Diebstahl oder länger zurückliegende Fehler geschützt sein wollen, benötigen weiterhin externe oder cloudbasierte Backup-Lösungen.
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Bedeutung für Nutzer
Mit der standardmäßigen Aktivierung reagiert Microsoft auf ein wiederkehrendes Problem vieler Windows-Nutzer: fehlerhafte Updates oder Systemabstürze, die bislang oft eine aufwendige manuelle Fehlersuche oder Neuinstallation erforderten.
Durch die automatisch erstellten Wiederherstellungspunkte soll es künftig einfacher werden, den Rechner auf einen früheren, funktionierenden Zustand zurückzusetzen, ohne auf separate Backup-Software angewiesen zu sein.
Wer den zusätzlichen Speicherverbrauch von bis zu 50 Gigabyte vermeiden möchte oder aus anderen Gründen keine automatischen Wiederherstellungspunkte wünscht, kann die Funktion in den Systemeinstellungen deaktivieren beziehungsweise anpassen. Für Geräte mit knappem Speicherplatz unterhalb der 200-Gigabyte-Schwelle bleibt die manuelle Aktivierung die einzige Option, sofern Nutzer die Funktion dennoch verwenden möchten.
