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Windows 11 26H2: Update senkt RAM-Verbrauch im Test von 3 auf 2,6 GB

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 20:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Messungen zeigen nach dem Update weniger belegten Arbeitsspeicher; Microsoft warnt zugleich vor dem Abschalten der Auslagerungsdatei.
Nahaufnahme einer Computer-Hauptplatine mit Arbeitsspeichermodulen in minimalistischem, technischem Design. Illustration mit AI erstellt.

Das Update auf Windows 11 26H2 kann die Belegung des Arbeitsspeichers messbar verringern. In einem Test auf einem HP Spectre x360, das mit einem Intel Core i5 mit 2,20 GHz sowie 8 GB RAM ausgestattet ist, belegte die Vorgängerversion 25H2 unmittelbar nach dem Systemstart noch 3 GB RAM.

Nach der Aktualisierung auf Version 26H2 über Windows Update reduzierte sich dieser Wert auf 2,6 GB, wie das Fachportal 01net in einem Bericht vom 24. Oktober 2026 feststellte. Microsoft selbst gibt an, dass das Betriebssystem Windows 11 bis zu 20 % reaktiver reagiere.

Derselbe Test zeigte zudem, dass eine saubere Neuinstallation der Version 26H2 über ein mit Rufus erstelltes Installationsmedium unter Verwendung der Option „Quality of Life“ keine Veränderung beim RAM-Verbrauch bewirkte. Diese Option schaltet Systemkomponenten und vorinstallierte Dienste wie Teams, Outlook und Copilot standardmäßig ab, führte beim Startverbrauch des Arbeitsspeichers jedoch zu keinem abweichenden Ergebnis.

Unabhängige Messungen bestätigen Entlastung des Arbeitsspeichers

Die beobachtete Reduzierung des Speicherbedarfs wird durch Messungen auf weiteren Testsystemen untermauert. Ein Bericht des Portals hardzone.es vom 23. Oktober 2026, der sich auf Daten von Windows Latest stützt, dokumentiert einen ähnlichen Effekt auf einem Notebook mit 8 GB DDR4-Arbeitsspeicher und SATA-SSD.

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Unter Windows 11 26H2 sank der RAM-Verbrauch nach dem Hochfahren von 5,0 GB (63 %) auf 3,3 GB (42 %). Die Menge des verfügbaren Arbeitsspeichers erhöhte sich im Gegenzug von 2,9 GB auf 4,6 GB.

Zugleich ging die Auslastung des komprimierten Speichers von 324 MB auf 62,7 MB zurück. Messungen bestätigten zudem einen Abfall der Auslastung von 4,8 GB von 10 GB auf 2,9 GB von 10 GB.

Microsoft erklärt dazu, dass Windows 11 26H2 bis zu 2 GB mehr aktive Daten direkt im physischen RAM vorhalten könne, ohne diese auf die SSD auslagern zu müssen. Im praktischen Betrieb zeigte sich dieser Vorteil unter anderem in einer leichten Verbesserung beim Wechseln zwischen geöffneten Reitern im Browser Google Chrome.

Historische Speicherfunktionen und Risiken manueller Abschaltungen

Trotz der Neuerungen greift das Betriebssystem bei der Speicherverwaltung stellenweise auf jahrzehntealten Code zurück. Wie gigazine.net am 22. Oktober 2026 unter Berufung auf Windows Latest berichtete, enthält Windows 11 26H2 weiterhin die 31 Jahre alte Kompatibilitätsfunktion „EmulateHeap“ aus Windows 95. Microsoft hatte den Quellcode damals neu kompiliert, um das Speicherverhalten des früheren Betriebssystems für ältere Anwendungen exakt zu simulieren.

Der Ursprung lag in einem Speicherfehler der Windows-3.x-Version des Spiels SimCity, das versuchte, bereits freigegebenen Speicher erneut zu nutzen, woraufhin Windows 95 Speicherfreigaben verzögerte. Die Funktion ist bis heute über das Programm Compatibility Administrator im Windows ADK zu finden.

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Gleichzeitig warnt Microsoft davor, zentrale Schutzmechanismen der Speicherverwaltung eigenmächtig abzuschalten. Nach Angaben von Windows Latest vom 23. Oktober 2026 rät der Hersteller ausdrücklich davon ab, die Auslagerungsdatei (pagefile.sys) selbst auf Rechnern mit 32 GB RAM zu deaktivieren. Ohne Auslagerungsdatei falle das Commit-Limit knapp unter die physische RAM-Grenze, was zum Einfrieren oder Absturz von Programmen führen könne.

Standardmäßig verwaltet Windows die Datei automatisch und setzt bei 32 GB RAM ein Limit von 96 GB (dem Dreifachen des Arbeitsspeichers), gedeckelt auf ein Achtel der SSD-Größe, was bei einem 512-GB-Laufwerk rund 60 GB entspricht. Zudem setzt die Erstellung automatischer Speicherabbilder nach einem Systemabsturz das Vorhandensein der Auslagerungsdatei voraus.

Tritt innerhalb von vier Wochen ein Folgesturz auf, wird dafür Speicherplatz bis zum Minimum aus RAM-Kapazität und 32 GB beansprucht. Bei häufig auftretenden Speicherengpässen empfiehlt Microsoft, eine feste Anfangsgröße in Höhe des 1,5-fachen des verbauten Arbeitsspeichers zu konfigurieren.

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