Windows 11 26H2: Update spart auf Rechnern mit 48 GB RAM rund 2 GB
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 18:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat mit der breiten Auslieferung von Windows 11 Version 26H2 begonnen. Das jüngste Jahres-Update für das Desktop-Betriebssystem ist seit dem 29. September 2026 allgemein verfügbar – zunächst schrittweise, wie es das neue Wartungsmodell des Konzerns vorsieht.
Im Mittelpunkt steht ein überarbeiteter Speichermanager. Er soll den Arbeitsspeicher-Verbrauch des Systems direkt nach dem Booten senken. Vor allem auf leistungsstarker Hardware macht sich das bemerkbar – doch nicht jeder profitiert.
Speicher sparen: Nur mit genug RAM
Laut ersten Tests und Nutzerberichten sinkt der Speicherbedarf beim Start auf Geräten mit mindestens 48 GB RAM um rund 2 GB. Daten aus dem Task-Manager zeigen: Der Verbrauch fällt von 9,1 GB unter der Vorgängerversion 25H2 auf 7,5 GB beim neuen Build.
Doch der Effizienzgewinn hängt offenbar an der verbauten Speichermenge. Bei Einstiegsgeräten mit 8 GB RAM zeigt sich kaum eine Verbesserung. Manche Rechner erreichen kurz nach dem Start weiterhin eine Auslastung von 96 Prozent.
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Microsoft räumt ein: Die Optimierung für 8-GB-Konfigurationen bleibt bis Ende 2026 eine offizielle Priorität. Der Konzern arbeitet nach eigenen Angaben an besserer Speicherkompression und einer effizienteren WinUI-3-Architektur.
Ein Codebase fĂĽr alle Versionen
Version 26H2 teilt sich die Codebasis mit den Vorgängern 24H2 und 25H2. Das ist Teil einer Strategie, den Wartungsaufwand zu vereinfachen. Sicherheits- und Leistungsupdates lassen sich so gleichzeitig auf alle unterstützten Windows-11-Versionen ausrollen.
Hinzu kommt ein neues Update-Modell: sogenannte „Checkpoint Cumulative Updates". Statt monatlich das komplette Paket zu laden, bekommen Nutzer nur die Änderungen seit dem letzten Meilenstein. Das spart Bandbreite und Speicherplatz – sowohl in Unternehmen als auch im Privatbereich.
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Audio-Bug: Wenn der Ton verschwindet
Doch die Freude über schnellere Starts wird getrübt. Microsoft bestätigte am 2. Oktober 2026, dass der Konzern ein kritisches Problem bei der Audiowiedergabe untersucht. Nach Installation der September-Updates, darunter Build 26300.9550, schließen manche Anwendungen mit AC-3-Decodierung (Dolby Digital) unerwartet – oder starten gar nicht erst.
Betroffen sind laut Microsoft vor allem ältere Anwendungen und bestimmte Spiele, die auf die eingebauten Audiodecoder des Systems setzen. Moderne Programme mit eigenen Codec-Lösungen bleiben in der Regel verschont. Die Symptome treten auf, wenn Nutzer Audioeinstellungen ändern oder die Wiedergabe starten.
Neben dem Audio-Bug verfolgt der Konzern Berichte über Instabilität bei USB-Audio-Class-1.0-Geräten und Anmeldeprobleme mit Credential Guard in Unternehmensumgebungen. Einen konkreten Termin für die Lösung nennt Microsoft nicht – ein Fix soll über ein künftiges Wartungsupdate kommen.
