Windows, Menüs

Windows 11: 70% schnellere Menüs durch neues Low Latency Profile

14.06.2026 - 04:18:54 | boerse-global.de

Microsoft optimiert Windows 11 mit schnellerer CPU-Reaktion, überarbeiteter Suche und schließt 206 Sicherheitslücken im Juni-Update.

Windows 11: Performance-Boost, neue Suche und Rekord-Patchday
Windows - Nahaufnahme einer Laptop-Tastatur mit leuchtender Windows-Taste, umgeben von digitalen Elementen, die Geschwindigkeit und Effizienz symbolisieren. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Fokus stehen schnellere Reaktionszeiten, eine optimierte Suchfunktion und ein überarbeiteter Datei-Explorer.

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Low Latency Profile: CPU-Boost für flüssigere Bedienung

Das neue Low Latency Profile soll Verzögerungen bei Nutzerinteraktionen minimieren. Aktiviert der Anwender das Startmenü, die Suche oder das Action Center, erhält die CPU für ein bis drei Sekunden einen kurzen Leistungsschub.

Erste Tests zeigen deutliche Verbesserungen: Flyout-Menüs reagieren bis zu 70 Prozent schneller, Anwendungen starten bis zu 40 Prozent flotter. Besonders auf Hardware der Einsteiger- und Mittelklasse sollen die Optimierungen spürbar sein.

Microsoft-Vertreter Scott Hanselmann betont, dass der kurzzeitige Boost die Akkulaufzeit mobiler Geräte kaum beeinträchtigt – der Unterschied liege bei maximal zwei Prozent.

Suche startet ab zwei Zeichen

Die Windows-Suche wurde grundlegend überarbeitet. Ergebnisse erscheinen nun bereits nach Eingabe von zwei Zeichen, bisher waren drei nötig. Entscheidend: Lokale Dateien werden gegenüber Internet-Ergebnissen und KI-Vorschlägen von Copilot priorisiert.

Für die kommende Version unter dem Projektnamen Windows K2 ist geplant, dass Nutzer Vorschläge aus dem Microsoft Store oder von Bing vollständig deaktivieren können. Auch der Datei-Explorer profitiert: Löschvorgänge sollen rund 30 Prozent schneller ablaufen.

Taskmanager überwacht KI-Chips

Parallel zu den Software-Optimierungen erweitert Microsoft die Hardware-Steuerung. Das Shared-Audio-Feature erlaubt die gleichzeitige Nutzung zweier Kopfhörer über Bluetooth LE. Die Kamera-Funktionalität wurde so angepasst, dass mehrere Anwendungen simultan auf denselben Videostrom zugreifen können.

Der Taskmanager bietet zudem eine neue Überwachungsfunktion für Neural Processing Units (NPUs). Professionelle Anwender können so die Auslastung spezialisierter KI-Chips in Echtzeit verfolgen. Bei Neuinstallationen lässt sich der Name des Benutzerprofilordners jetzt individuell festlegen.

Rekord-Patchday: 206 Sicherheitslücken geschlossen

Die Juni-Updates 2026 schließen mit 206 behobenen Schwachstellen einen neuen Höchststand. 32 Lücken stuft Microsoft als kritisch ein. Besonders brisant: Die Schwachstelle CVE-2026-45657 im TCP/IP-Stack, die mit einem CVSS-Wert von 9,8 bewertet wurde. Ihr potenziell wurmartiger Charakter macht sie zur ernsten Gefahr.

Zur Identifizierung der Sicherheitslücken setzte Microsoft verstärkt KI-Systeme wie MDASH und OpenAI Codex ein.

Patch KB5094126 sorgt für Probleme

Trotz der Fortschritte berichten Anwender von technischen Schwierigkeiten mit dem Patch KB5094126. Bei einigen Systemen kommt es zur Korruption des Komponenten-Stores, was die Installation zukünftiger Updates blockieren kann. Microsoft arbeitet bereits an einer Lösung.

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Ein wichtiger Termin steht zudem bevor: Am 14. Juli 2026 endet der offizielle Support für SharePoint 2016 und 2019 sowie für SQL Server 2016. Administratoren sollten rechtzeitig handeln.

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