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Windows 11 Build 29695: Microsoft testet Intels APX für mehr Leistung

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 17:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Insider-Build enthält eine APX-Option; der breite Einsatz hängt von künftigen Intel-Prozessoren und angepasster Software ab.
Nahaufnahme einer Silizium-Wafer-Oberfläche mit komplexen, geometrischen Leiterbahnen in Kupfer- und Silbertönen. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft bereitet sein Betriebssystem offenbar auf kommende Prozessorarchitekturen vor. Wie aus einem Bericht vom 23. Oktober 2026 hervorgeht, hat der Softwarekonzern im Windows 11 Insider-Build 29695 eine neue Schaltfläche integriert, die die Nutzung der Advanced Performance Extensions von Intel ermöglicht.

Die Option soll dem System erlauben, APX für eine verbesserte Leistung einzusetzen, und zielt darauf ab, 64-Bit-Anwendungen nach einem Neustart zu beschleunigen.

Erweiterte Registerarchitektur für x86-Prozessoren

Die Architekturverbesserung Intel APX setzt an einer grundlegenden Struktur moderner x86-64-Chips an: Die Technologie verdoppelt die Anzahl der Allzweckregister (General-Purpose-Register) von 16 auf 32. Durch die zusätzlichen Register können Prozessoren mehr Daten direkt in den schnellen Registern des Kerns halten, statt sie häufig in den Arbeitsspeicher oder die Cache-Hierarchie auslagern zu müssen.

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Die theoretischen Effizienzgewinne fallen nach ersten Berechnungen deutlich aus. Simulationen von Intel mit dem Benchmark SPEC CPU 2017 Integer zeigen dem Bericht zufolge, dass mit APX kompilierter Code die Zahl der Speicherleseoperationen um ca. 10 % sowie die Schreiboperationen um über 20 % verringert.

Zudem sinke die Gesamtzahl der auszuführenden Instruktionen um ca. 10 %. Dies kann die Latenzen senken und die Abarbeitung von Rechenlasten optimieren.

Vorbereitungen im Ökosystem und Ausblick auf künftige Versionen

Die softwareseitigen Grundlagen für die Instruktionserweiterung werden bereits seit längerer Zeit geschaffen. Intel veröffentlichte im August 2026 die APX-Spezifikation v9, und auch auf Seiten der Entwicklerwerkzeuge ist die Unterstützung angelaufen: Der Compiler GCC 15 hat die APX-Funktionen bereits aktiviert.

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Bis Anwender im Alltag von den Optimierungen profitieren, dürfte es jedoch noch dauern. Der aktuelle Test der Funktion läuft auf der Entwicklungsplattform „Rubidium“, die Berichten zufolge dem Versionszweig Windows 11 27H2 zugeordnet wird.

Eine allgemeine Verfügbarkeit der Funktion im regulären Betriebssystem wird daher wohl erst mit Windows 11 27H2 erwartet. Eine breite praktische Nutzung setzt zudem voraus, dass künftige, APX-fähige Prozessoren von Intel im Handel verfügbar sind und Programme entsprechend kompiliert werden.

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