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Windows 11 Datei-Explorer: Nach 30 Jahren kommt endlich Dark Mode

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 17:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft ersetzt die veralteten Eigenschaften-Dialoge aus der Windows-95-Ära durch eine moderne WinUI-3-Oberfläche mit Dark-Mode-Unterstützung.

Windows 11: Modernisierte Eigenschaften-Dialoge nach über 30 Jahren
Moderner Computerarbeitsplatz mit schlankem, minimalistischen Monitor, der Software-UI-Design darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Datei-Explorer von Windows 11 bekommt ein fundamentales Update – nach über 30 Jahren verschwinden die letzten Überreste der Windows-95-Ära.

Microsoft ersetzt die klassischen Eigenschaften-Dialoge des Datei-Explorers durch eine moderne WinUI-3-Oberfläche. Tester entdeckten die Neuerung in den aktuellen Vorschau-Builds. Besonders auffällig: Der neue Dialog unterstützt endlich den Dark Mode – eine Funktion, die Nutzer seit Jahren vermissen.

WinUI 3 statt Win32: Ein technischer Meilenstein

Die alte Eigenschaften-Anzeige basierte auf der comctl32.dll-Bibliothek, die seit Windows 95 unverändert im System steckt. Das neue Interface setzt auf das WinUI-3-Framework, das Microsoft bereits in anderen Bereichen von Windows 11 einsetzt. Derzeit ist die Modernisierung allerdings noch auf den Papierkorb beschränkt – in Build 26300.8935 können Tester die neue Ansicht erstmals sehen.

Die Umstellung ist Teil der internen Initiative "Windows K2", die Systemleistung und Oberflächen-Konsistenz verbessern soll. Um alte Programme nicht zu gefährden, setzt Microsoft auf eine sogenannte "Reverse-Islanding"-Technik. Sie stellt sicher, dass Drittanbieter-Erweiterungen für die Eigenschaften-Dialoge weiterhin funktionieren.

Neue Funktionen für den Alltag

Parallel zur optischen Modernisierung bringt Microsoft zahlreiche praktische Neuerungen in die verschiedenen Test-Kanäle:

  • Sprachsteuerung: Eine neue Voice-Isolation-Technologie verbessert die Erkennung von Sprachbefehlen
  • Datei-Explorer: Dateigrößen werden jetzt in standardisierten KB-, MB- und GB-Einheiten angezeigt. Ein neuer Mittelklick öffnet Ordner direkt in neuen Tabs
  • Hardware: Neue Touchpad-Gesten und erweiterte Unterstützung für Fingerabdrucksensoren über Windows Hello Enhanced Sign-in Security
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Im Beta-Kanal (Build 26220.8925) erhalten Nutzer zudem mehr Kontrolle über das Startmenü. Sie können die Größe anpassen, einzelne Bereiche wie "Angeheftet" oder "Zuletzt verwendet" ein- und ausblenden und den Bereich "Empfohlen" in "Zuletzt verwendet" umbenennen.

Update-Pausen per Kalender

Ein besonders praktisches Feature testet Microsoft im Release-Preview-Kanal. Build 28000.2597 für den 26H1-Zweig führt eine kalenderbasierte Update-Pause ein. Nutzer können Windows-Updates künftig bis zu 35 Tage lang verschieben – per einfacher Auswahl im Kalender.

Der experimentelle Build 26300.8935 behebt zudem einen spezifischen Update-Fehler (0xc0000409), der zuvor Installationen blockierte. Weitere Optimierungen betreffen das schnellere Löschen von Dateien und eine verbesserte Touch-Scroll-Leistung in der Datei-Explorer-Startansicht.

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Das Ende der Systemsteuerung?

Microsoft treibt parallel die Integration klassischer Systemsteuerungs-Elemente in die moderne Einstellungen-App voran. Schritt für Schritt wandern Funktionen aus der alten Systemsteuerung in die zeitgemäße Windows-11-Oberfläche. Das Ziel: Die Abhängigkeit von veralteten Legacy-Schnittstellen endgültig zu beenden.

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