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Windows 11: Kamera und Mikrofon künftig pro App einzeln kontrollierbar

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 07:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft erprobt in einem experimentellen Windows-11-Build die separate Vergabe von Kamera-, Mikrofon- und Standortrechten für einzelne Desktop-Programme.

Windows 11: App-spezifische Datenschutzrechte im Test
Nahaufnahme eines Laptops mit Einstellungsmenü für Kamerazugriffe in einer modernen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft testet eine Erweiterung der Datenschutzeinstellungen von Windows 11: In einem experimentellen Build lassen sich künftig Kamera-, Mikrofon- und Standortzugriffe für einzelne Desktop-Anwendungen einzeln steuern. Bislang gab es dafür nur einen einzigen gemeinsamen Schalter, der den Zugriff für alle Desktop-Apps auf einmal erlaubte oder blockierte.

Getrennte Kontrolle statt Sammelschalter

Konkret geht es um Build 26340.9212, der als experimentelle Vorschau veröffentlicht wurde. Nutzer können damit etwa Chrome, Steam, Edge oder Brave gezielt Zugriff auf Kamera oder Mikrofon gewähren oder verweigern, ohne dass sich die Änderung automatisch auf andere installierte Programme auswirkt. Der dafür eingeführte zentrierte Berechtigungsdialog gilt jedoch als vorläufig und kann sich vor einer finalen Veröffentlichung noch verändern.

Für Nutzer bedeutet die feinere Steuerung mehr Kontrolle darüber, welche Anwendung tatsächlich auf sensible Hardware wie Kamera oder Mikrofon zugreifen darf – ein Punkt, der insbesondere bei Anwendungen mit häufigen Hintergrundprozessen relevant ist.

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Weitere Neuerungen im selben Build

Der Build 26340.9212 bringt neben den granularen Berechtigungen noch mehrere weitere Änderungen mit. Der Datei-Explorer erhält ein überarbeitetes Kontextmenü, das Verzögerungen durch asynchrone Erweiterungen beheben soll: Kernbefehle werden nun sofort gerendert, und das Menü lässt sich erstmals nativ über die Einstellungen anpassen. Wer das gewohnte Windows-10-Layout bevorzugt, kann dieses ebenfalls weiterhin auswählen.

Hinzu kommen ein automatisches Backup der Foto-Galerie zu OneDrive, die Unterstützung für Emoji 17.0, eine aktualisierte Get-Started-App sowie eine neue Symbolleiste für die Bildschirmlupe (Magnifier). Zudem setzt Microsoft die schrittweise Entfernung des Kommandozeilentools WMIC in den 26H1-Builds fort; auch die sogenannte Drag Tray-Funktion wird gestrichen.

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Einordnung

Die neuen App-spezifischen Berechtigungen reihen sich in eine Serie von Datenschutz- und Systemänderungen ein, die Microsoft derzeit über mehrere Insider-Kanäle testet.

Da es sich um einen experimentellen Build handelt, ist offen, wann und in welcher endgültigen Form die Funktion für alle Nutzer verfügbar sein wird. Bis dahin bleibt der bisherige gemeinsame Schalter für Kamera-, Mikrofon- und Standortzugriffe von Desktop-Apps der Standard in regulären Windows-11-Versionen.

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