Windows, Microsoft

Windows 11: Microsoft bestätigt Blackscreens durch August- und September-Updates

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 16:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

August- und September-Pakete verursachen Anmelde- und Desktopprobleme; Microsoft bietet vorläufige Lösungen für Privatnutzer und Unternehmen.

Microsoft bestätigt Windows-11-Fehler nach Updates und nennt Abhilfen
Dunkler Serverraum mit inaktiven Serverschränken in kühlem, blauem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat eingeräumt, dass aktuelle Windows-11-Updates kritische Systemfehler auslösen. Betroffene Nutzer berichten von Blackscreens nach der Anmeldung sowie von Problemen beim Laden des Desktops, bei dem die Desktop-Shell nicht automatisch startet. Das Unternehmen stufte den Status der Fehler als „mitigated" ein, eine dauerhafte Lösung befindet sich laut Microsoft noch in Arbeit.

Ursache liegt bei August- und September-Updates

Als Auslöser identifizierte Microsoft die Non-Security-Preview-Updates vom 27. August 2026 sowie spätere kumulative Updates. Konkret betroffen sind die Pakete KB5120996 für Windows 11 26H1 (OS Build 28000.2804), KB5120998 für Windows 11 24H2/25H2 sowie KB5124008 und KB5122880, die im Rahmen des Patch Tuesday im September 2026 ausgerollt wurden.

Zu den gemeldeten Symptomen zählen neben dem Blackscreen nach der Anmeldung auch Windows-Explorer-Abstürze, die sich in den Event-Logs der Systeme nachvollziehen lassen, sowie ein Desktop, der beim Start nicht automatisch geladen wird.

Vor allem Azure Virtual Desktop betroffen

Nach Microsofts Angaben trifft das Problem vor allem Azure Virtual Desktop (AVD)-Hosts, die FSLogix nutzen, und dort speziell bestimmte bereits bestehende Nutzerprofile. Windows Server ist von den Fehlern nicht betroffen.

Anzeige

Wer sich mit aktuellen Systemfehlern konfrontiert sieht, muss nicht auf den nächsten Patchday warten, um seinen PC wieder flott zu bekommen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie die häufigsten Windows-11-Probleme in wenigen Minuten selbst beheben. Jetzt kostenlose Erste Hilfe für Windows 11 sichern

Für betroffene Einzelnutzer nennt Microsoft einen einfachen Workaround: Der Windows-Explorer lässt sich manuell über den Task-Manager neu starten, indem man mit der Tastenkombination Ctrl+Shift+Esc den Task-Manager öffnet und dort über „Neuen Task ausführen" den Befehl explorer.exe eingibt.

Enterprise-Lösung über Known Issue Rollback

Für Unternehmensumgebungen bietet Microsoft eine Mitigation über den sogenannten Known Issue Rollback (KIR) an. Dabei kommen die Pakete KB5124006 (260924_20071) für Windows 11 26H1 sowie KB5124010 (260924_20021) für 25H2/24H2 zum Einsatz.

Der zugehörige Policy-Refresh benötigt laut Microsoft zwischen 90 und 120 Minuten, lässt sich durch den Befehl gpupdate jedoch beschleunigen. In jedem Fall ist ein Neustart des jeweiligen Endpoints erforderlich, damit die Korrektur wirksam wird.

Anzeige

Neben Systemupdates können auch fehlerhafte Tasteneingaben den Arbeitsfluss hemmen oder bei der Fehlerbehebung Zeit kosten. Erfahren Sie in diesem kompakten Guide, welche Tastenkombinationen Profis nutzen, um am PC deutlich schneller und effizienter zum Ziel zu kommen. Kostenlosen Report mit den besten Shortcuts herunterladen

Es ist nicht das erste Problem im Zusammenhang mit den September-Updates: Microsoft hatte zuvor bereits Schwierigkeiten mit gelöschten Maus- und Desktopeinstellungen behoben, die im Zuge des Updates KB5120998 aufgetreten waren.

Bis eine endgültige, permanente Lösung bereitsteht, empfiehlt sich für betroffene Privatnutzer der manuelle Neustart des Explorers als kurzfristige Abhilfe, während Unternehmen auf die von Microsoft bereitgestellten KIR-Pakete zurückgreifen können, um die Fehler flächendeckend über Gruppenrichtlinien zu beheben.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70184155 |