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Windows 11: Microsoft erhöht OEM-Gebühren um bis zu zehn Prozent

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 15:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft hebt OEM-Gebühren für Windows 11 um bis zu zehn Prozent an. Hersteller geben die Mehrkosten an Verbraucher weiter, was die PC-Preise spürbar verteuert.

Microsoft erhöht Windows-11-Lizenzgebühren: PC-Preise steigen deutlich
Ein moderner Laptop in einer professionellen Fertigungslinie während der Montage. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Berichte bestätigen eine deutliche Anhebung der Lizenzgebühren für das Betriebssystem Windows 11 durch Microsoft. Das Unternehmen hat die Kosten für Erstausrüster (Original Equipment Manufacturer, OEM) um sieben bis zehn Prozent erhöht. Diese Maßnahme hat bereits sichtbare Auswirkungen auf den PC-Einzelhandel, wo die Endkundenpreise infolgedessen spürbar ansteigen.

Die Erhöhung der OEM-Gebühren trat rückwirkend zum Juli 2026 in Kraft und betrifft Lizenzen für Computer, die bereits ab Werk mit Windows ausgeliefert werden. Mit diesem Schritt weicht Microsoft signifikant von den in der Branche üblichen jährlichen Steigerungsraten ab, die sich in der Vergangenheit meist in einem Rahmen von ein bis drei Prozent bewegten.

Gestaffelte Kostenstruktur nach Hardware-Leistung

Die neuen Gebührensätze orientieren sich maßgeblich an der Leistung der verbauten Hardware. Die Kostensteigerungen sind dabei nach Prozessorklassen gestaffelt. Während die Aufschläge für Einstiegssysteme mit Prozessoren der Typen Intel Core i3 oder AMD Ryzen 3 als minimal eingestuft werden, fallen sie für die Mittelklasse (Core i5 oder Ryzen 5) moderat aus. Die maximale Erhöhung betrifft hingegen das Premium-Segment mit Core i7, i9 sowie Ryzen 7 und 9 Prozessoren.

Unberührt von dieser Anpassung bleiben vorerst die Preise für Endverbraucher, die Windows-Lizenzen separat im Einzelhandel erwerben. Die Kosten für Windows 11 Home belaufen sich weiterhin auf 99 US-Dollar, während für die Pro-Version unverändert 199 US-Dollar aufgerufen werden.

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Hersteller geben Mehrkosten an Endkunden weiter

Namhafte Hardware-Produzenten haben bereits auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert. Die Unternehmen ASUS und Acer in Taiwan meldeten für das dritte Quartal 2026 einen Anstieg der PC-Preise um durchschnittlich fünf Prozent. Beim Hersteller Framework wurden die höheren Kosten für Windows-Lizenzen ebenfalls offiziell bestätigt.

Besonders im Premium-Bereich führt die Kombination aus höheren Lizenzgebühren und weiteren Marktfaktoren zu drastischen Preissprüngen. Beobachtungen im Einzelhandel zeigen, dass PCs, die zuvor in einer Preisspanne von 600 bis 800 US-Dollar lagen, nun für etwa 1.000 US-Dollar angeboten werden. Bei Flaggschiff-Laptops, die früher zwischen 1.200 und 1.500 US-Dollar kosteten, ist ein Anstieg auf rund 2.000 US-Dollar zu verzeichnen. Speziell bei ASUS-Produkten wurde teilweise eine Preissteigerung von bis zu 30 Prozent seit dem vierten Quartal 2025 festgestellt.

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Marktumfeld und externe Einflussfaktoren

Die Preiserhöhungen treffen auf einen globalen PC-Markt, der bereits mit Herausforderungen kämpft. Im zweiten Quartal 2026 beliefen sich die weltweiten Auslieferungen auf 65 Millionen Einheiten, was einem Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die Verkaufszahlen sanken im Jahresvergleich um vier Prozent.

Microsoft selbst führt den Rückgang der Windows-OEM-Umsätze unter anderem auf gestiegene Speicherkosten zurück. Branchenanalysten weisen zudem darauf hin, dass eine anhaltende Knappheit bei Speicherkomponenten die Hardware-Preise voraussichtlich bis mindestens 2027 weiter antreiben wird. Da Premium-Hardware besonders stark von den Lizenzanpassungen betroffen ist, könnte sich der Druck auf diesen Marktsektor in den kommenden Monaten weiter verschärfen.

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