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Windows 11: Microsoft öffnet KI für ältere RTX-Grafikkarten

15.06.2026 - 11:34:02 | boerse-global.de

Microsoft öffnet lokale KI-Funktionen für Windows 11 auch für ältere Nvidia-Grafikkarten und startet eine KI-Offensive für thailändische KMU.

Microsoft senkt KI-Hürden: RTX-Grafikkarten statt NPU nötig
Windows - Eine Nahaufnahme einer futuristischen Platine mit leuchtenden KI-Neuronenpfaden, die eine technologische Revolution symbolisiert. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neue Hardware-Grenzen: RTX-Grafikkarten statt NPU

Microsoft hat seine lokalen KI-Funktionen für Windows 11 erweitert. Bislang benötigten Nutzer einen sogenannten „Copilot+"-PC mit einem Neural Processing Unit (NPU) von mindestens 40 TOPS Rechenleistung. Diese Beschränkung fällt nun. Wer eine Nvidia GeForce RTX 30er-Serie oder neuer mit mindestens 6 GB VRAM besitzt, kann die lokalen KI-Modelle nutzen.

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Die APIs greifen auf Microsofts Phi-Silica-Modell zurück. Es erlaubt Textaufgaben wie Zusammenfassungen, Umformulierungen oder Tabellenerstellung direkt auf dem Gerät – ohne Cloud-Anbindung. Das erhöht die Privatsphäre und ermöglicht Offline-Nutzung. Allerdings bleibt die umstrittene „Recall"-Funktion weiterhin den teureren NPU-Geräten vorbehalten.

Thailand-Offensive: KI für Millionen Kleinunternehmen

Parallel zur technischen Öffnung startet Microsoft eine groß angelegte Initiative in Südostasien. Gemeinsam mit AIS Business und Microsoft Thailand rief der Konzern am 15. Juni 2026 das Programm „AI Ready for SMEs" ins Leben. Ziel ist es, rund 3,13 Millionen kleine und mittlere Unternehmen in Thailand mit KI auszustatten.

Das Angebot kombiniert Microsoft 365 und Copilot mit vorgefertigten KI-Vorlagen für verschiedene Geschäftsbereiche. Bis Ende 2026 sollen über 700 Unternehmer in landesweiten Schulungen geschult werden. Die Investitionen in OpenAI von über zehn Milliarden Euro zahlen sich damit zunehmend in konkrete Produkte aus.

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Technik-Panne und Aktionärsklage

Doch nicht alles läuft rund. Am 14. Juni 2026 meldeten zahlreiche Nutzer Fehlermeldungen in Microsoft Copilot. Die Fehlermeldung „Something went wrong" trat auf, wenn generierte Antworten sofort gelöscht wurden oder die Anwendung einfror. Technische Analysen deuten auf Datenbankfehler nach dem Erstellen oder Löschen bestimmter KI-Agenten hin.

Noch schwerer wiegt eine Sammelklage, die am 13. Juni 2026 von der Kanzlei Robbins Geller Rudman & Dowd LLP eingereicht wurde. Die Kläger werfen Microsoft irreführende Aussagen zur kommerziellen Leistungsfähigkeit seiner KI-Produkte vor. Auslöser war ein Kursrückgang nach schwachen Quartalszahlen im zweiten Quartal 2026, bei denen die KI-Cloud-Kennzahlen die Erwartungen verfehlten.

Konkurrenz schläft nicht: Claude-Add-ins für Office

Während Microsoft seine Hausaufgaben macht, drängen Wettbewerber ins Ökosystem. Entwickler haben kürzlich Claude-basierte Add-ins für Word, Excel und PowerPoint vorgestellt. Diese Tools bieten spezifische Funktionen wie automatische Textkorrektur oder Formelgenerierung – direkte Konkurrenz zu den nativen Copilot-Features.

Copilot Notebooks bleibt zwar das zentrale Werkzeug für Microsoft-365-Nutzer, die OneDrive-Quellen mit strukturierten KI-Antworten kombinieren wollen. Doch Analysten beobachten, dass die Konkurrenz aufholt. Drittanbieter-Tools punkten mit Spezialfunktionen, haben aber Nachteile: Sie benötigen oft zusätzliche Abos und verarbeiten Berechtigungen langsamer als Microsofts integrierte Lösungen.

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