Windows, Startmenü-Redesign

Windows 11: Startmenü-Redesign und 70% schnellere Menüs

31.05.2026 - 08:18:32 | boerse-global.de

Microsofts Mai-Update für Windows 11 bringt anpassbares Startmenü und das Low Latency Profile für schnellere Oberflächenreaktionen.

Windows 11: Startmenü-Redesign und 70% schnellere Menüs - Foto: über boerse-global.de
Windows 11: Startmenü-Redesign und 70% schnellere Menüs - Foto: über boerse-global.de

Die Neuerungen geben Nutzern deutlich mehr Freiheiten bei der Gestaltung des Startmenüs und versprechen spürbar mehr Leistung.

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Startmenü nach Maß

Am 29. und 30. Mai 2024 verteilte Microsoft zwei neue Insider-Builds: Version 26300.8553 für den Experimental-Kanal und Build 26220.8544 für den Beta-Kanal. Das Herzstück der Änderungen: das Startmenü. Nutzer können nun unabhängig voneinander entscheiden, ob sie die Bereiche „Angeheftet", „Alle Apps" und „Zuletzt verwendet" sehen wollen. Der Bereich „Zuletzt verwendet" hieß in früheren Versionen noch „Empfohlen".

Drei verschiedene Größenoptionen stehen zur Wahl: Klein, Groß und Automatisch. Wer einen besonders aufgeräumten Desktop bevorzugt, kann sogar den Kontonamen und das Profilbild aus dem Menü entfernen. Was fehlt? Die Möglichkeit, das Menü frei in der Größe zu verändern – das bleibt vorerst ein Wunsch.

Die Suchfunktion wurde ebenfalls verbessert. Sie findet jetzt Dateien auch dann, wenn der Suchbegriff nur ein Teil des Dateinamens ist. Und sie startet bereits nach der Eingabe von zwei Zeichen.

Tempo-Boost für die Oberfläche

Parallel zu den optischen Änderungen veröffentlichte Microsoft das optionale Update KB5089573 für Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2. Es bringt das sogenannte Low Latency Profile (LLP) – eine Funktion, die die Reaktionsgeschwindigkeit der Benutzeroberfläche erhöht.

Die Technik dahinter: Immer wenn der Nutzer mit der Oberfläche interagiert, erhöht das System für ein bis drei Sekunden die CPU-Taktfrequenz. Die Wirkung ist beeindruckend: Flyout-Menüs wie das Startmenü oder Kontextmenüs öffnen sich laut Tests bis zu 70 Prozent schneller. Programme wie Microsoft Edge und Outlook starten bis zu 40 Prozent flotter.

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Das LLP ist Teil des internen „Project K2", das die Windows-Performance bis 2027 optimieren soll. Das Update ist optional, lässt sich aber über die Systemeinstellungen oder per Kommandozeile aktivieren. Kritiker merken an: Es bekämpft die Symptome von Verzögerungen, nicht die Ursachen in der Software-Architektur.

Modernisierung schreitet voran

Microsoft treibt den Umbau alter Systemkomponenten auf das moderne WinUI-3-Framework voran. Der Dialog zum Kopieren von Dateien wurde bereits aktualisiert, als nächstes ist der „Datei öffnen"-Dialog an der Reihe. Der modernisierte „Ausführen"-Dialog braucht nur noch 94 Millisekunden zum Starten – der alte lag bei 103 Millisekunden.

Im Experimental-Kanal testet Microsoft zudem lang ersehnte Funktionen für die Taskleiste: Sie lässt sich jetzt an den oberen oder seitlichen Bildschirmrand verschieben und in der Größe verkleinern. Weitere Neuerungen in der Testphase:

  • Update-Verwaltung: Windows-Updates lassen sich unbegrenzt pausieren
  • Widgets: Die Leiste zeigt keine reißerischen Schlagzeilen mehr
  • Barrierefreiheit: Neue Bildschirmfilter und Sprachisolierung für die Sprachsteuerung
  • Navigation: Neue Touchpad-Gesten, darunter Scrollen am Bildschirmrand

Sicherheitslücke geschlossen

Am 27. Mai veröffentlichte Microsoft den Patch KB2026458 für eine kritische Sicherheitslücke im Windows-Kernel. Die Schwachstelle CVE-2026-45846 ermöglicht Angreifern die Ausführung von Schadcode aus der Ferne – mit einem Schweregrad von 9,8 von 10. Sicherheitsbehörden empfehlen Unternehmen dringend, das Update bis Anfang Juni zu installieren, um Angriffe über das LLMNR-Protokoll zu verhindern.

Ausblick: Windows auf Nvidia-Chips

Spannende Neuigkeiten gibt es auch aus der Hardware-Welt: Branchenkreisen zufolge sollen in der kommenden Woche die ersten Windows-PCs mit Nvidia-Prozessoren vorgestellt werden. Die Geräte könnten in den Baureihen Microsoft Surface und Dell erscheinen. Erwartet werden sie auf Branchenkonferenzen in Taiwan und San Francisco – zusammen mit neuer KI-Software, die lokal auf den Geräten läuft.

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