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Windows 11: Startmenü wird 70% schneller, doch Sicherheitslücken wachsen

30.05.2026 - 11:31:54 | boerse-global.de

Microsoft erweitert das Startmenü um Personalisierungsoptionen, während Sicherheitsforscher gefährliche Kernel-Lücken und Ransomware-Risiken aufdecken.

Windows 11: Startmenü wird 70% schneller, doch Sicherheitslücken wachsen - Foto: über boerse-global.de
Windows 11: Startmenü wird 70% schneller, doch Sicherheitslücken wachsen - Foto: über boerse-global.de

Während Nutzer künftig ihr Startmenü stärker personalisieren können, entdecken Sicherheitsforscher gefährliche Lücken im Berechtigungssystem.

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Startmenü wird deutlich flexibler

Der Windows-Konzern testet in seinem experimentellen Kanal eine grundlegend überarbeitete Version des Startmenüs. Der aktuelle Insider Preview Build 26300.8553 erlaubt es Anwendern erstmals, ihren Kontonamen und das Profilbild direkt in den Einstellungen auszublenden. Wer seine Privatsphäre schützen möchte, kann zudem einzelne Bereiche wie „Angeheftet", „Zuletzt verwendet" oder „Alle Apps" gezielt ein- oder ausblenden.

Hinter den Kulissen arbeitet Microsoft daran, das Startmenü auf die native WinUI 3-Architektur umzustellen. Das soll die Systemreaktionsfähigkeit spürbar verbessern. Ein optionales Update (KB5089573) führt zudem ein sogenanntes Low Latency Profile (LLP) ein. Es erhöht kurzzeitig die CPU-Taktfrequenz bei Benutzerinteraktionen. Branchentests zufolge lassen sich Flyout-Menüs damit um bis zu 70 Prozent schneller öffnen – das Startmenü selbst startet in nur 50 Millisekunden.

Gefährliche Lücken im Berechtigungssystem

Während die Personalisierungsfunktionen wachsen, zeigen Sicherheitsexperten ein grundlegendes Problem im Berechtigungsmodell von Windows 11 auf. Lokale Administratoren auf Rechnern, die keiner Domäne angehören, können sich unbefugten Zugriff auf administrative Freigaben von Windows-Servern im selben Netzwerk verschaffen. Das System prüft zwar die Anmeldedaten, aber nicht immer die Herkunft der Anfrage.

Als Schutz empfehlen Experten die Verwendung eindeutiger lokaler Administratorkennwörter oder den Einsatz der Local Administrator Password Solution (LAPS).

Noch gravierender: Ein Fehler im Windows-Kernel der Versionen 24H2 und 25H2 könnte es normalen Programmen erlauben, direkt in den Kernel-Speicher zu schreiben und sich so Systemrechte zu verschaffen. Microsoft hat diese Schwachstelle zusammen mit 119 weiteren in einem Sicherheitsupdate (KB5089549) Mitte Mai geschlossen. Allerdings berichten Nutzer, dass der Patch auf Geräten mit zu wenig Speicherplatz auf der Systempartition nicht installiert werden kann.

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Kommandozeile bleibt das mächtigste Werkzeug

Für professionelle Anwender bleibt die Eingabeaufforderung das effizienteste Verwaltungswerkzeug. Mit dem Befehl 'net user' lassen sich Passwörter zurücksetzen oder unerwünschte Konten löschen – ohne umständliche Navigation durch die grafische Oberfläche.

Auch bei Zugriffsproblemen auf Systemtools wie die Datenträgerverwaltung hilft oft ein simpler Trick: Das betroffene Benutzerkonto manuell auf „Administrator" hochstufen und das System neu starten. Das behebt die meisten Berechtigungsfehler.

Neue Ransomware zielt auf höchste Privilegien

Die Gefahr für privilegierte Konten wächst. Seit Mitte 2025 ist ein Erpressungstrojaner namens „The Gentlemen" aktiv, der gezielt nach hohen Berechtigungen sucht. Die Schadsoftware erstellt eine geplante Aufgabe mit SYSTEM-Rechten, um lokale Laufwerke zu verschlüsseln. Sie verbreitet sich über PowerShell und andere administrative Werkzeuge im Netzwerk.

Sicherheitsfirmen wie BeyondTrust haben ihre Schutzlösungen für privilegierte Konten aktualisiert. Die Tools sollen mehr Transparenz über Identitätssicherheit und Sitzungsmanagement bieten – ein dringend notwendiger Schritt, denn geopolitische Spannungen treiben die Zahl der Angriffe auf administrative Zugänge weiter in die Höhe.

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