Windows, Task-Manager

Windows 11: Task-Manager zeigt NPU-Auslastung und KI-Speicher

26.06.2026 - 21:14:48 | boerse-global.de

Microsofts Juni-Update integriert detaillierte Metriken für KI-Chips in den Task-Manager und unterstreicht den Fokus auf lokale KI-Verarbeitung.

Windows 11 Update: Task-Manager zeigt jetzt NPU-Auslastung an
Windows - Ein Computermonitor zeigt die Windows 11 Task-Manager-Oberfläche mit neuen Leistungsmetriken für NPU-Auslastung und KI-Hardware. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Task-Manager zeigt ab sofort die Auslastung von Neural Processing Units (NPUs) an – ein Schritt, der die zunehmende Bedeutung lokaler KI-Verarbeitung unterstreicht.

Das Update ist Teil des Sicherheitspakets vom Juni 2026, das Microsoft Anfang des Monats ausgerollt hat. Nutzer erhalten damit erstmals detaillierte Einblicke, wie KI-spezifische Hardware von Anwendungen genutzt wird.

Neue Metriken für Entwickler und Power-User

Im Task-Manager wurden auf den Registerkarten „Prozesse", „Benutzer" und „Details" neue Spalten ergänzt. Sie zeigen die Gesamtauslastung der NPU sowie die Aktivität einzelner KI-Engines an. Besonders interessant: Auch der Speicherverbrauch lässt sich jetzt überwachen – sowohl der dedizierte als auch der gemeinsam genutzte NPU-Speicher.

Bei Systemen, die KI-Aufgaben über die integrierte Grafiklösung abwickeln, erfasst der Task-Manager zudem die Daten der neuronalen Einheiten innerhalb der GPU. Diese Transparenz soll Entwicklern und erfahrenen Nutzern helfen, die Auswirkungen lokaler KI-Workloads auf die Systemressourcen besser zu verstehen.

Der Siegeszug der KI vor Ort

Die Integration dieser Tools ist kein Zufall. Microsoft treibt die Positionierung von Windows 11 als KI-zentriertes Betriebssystem voran. Branchendaten zufolge führen über 500 Millionen PCs bereits lokale KI-Workloads aus. Über die Plattform Windows ML unterstützt das System zunehmend Offline-KI-Anwendungen – ohne Cloud-Anbindung oder Token-Kosten.

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Ein Beispiel für diesen Wandel: KI-Agenten können mittlerweile Systemaufgaben per Sprachbefehl erledigen – etwa Einstellungen ändern oder Projektdaten aus Plattformen wie Jira zusammenfassen. Die lokale Verarbeitung stellt sicher, dass sensible Daten auf dem Gerät bleiben und nicht an externe Server übertragen werden.

Hardware-Rennen um die höchste Rechenleistung

Die neuen Monitoring-Funktionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Hardware-Hersteller ordentlich Gas geben. Geräte der Copilot+-PC-Reihe wie das HP OmniBook 3 oder neue Dell Latitude-Modelle nutzen Snapdragon-X-Prozessoren mit NPUs, die 45 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) schaffen.

Noch einen drauf setzen andere Hersteller: Der AMD Ryzen AI Max+ erreicht in einigen Konfigurationen bis zu 50 TOPS. Ein Wettlauf, der sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen dürfte.

Ausblick: Windows 11 26H2 kommt im Herbst

Parallel zu den neuen Funktionen bereitet Microsoft die nächste große Version des Betriebssystems vor: Windows 11 26H2 soll im Herbst 2026 erscheinen. Für Nutzer aktueller Versionen handelt es sich um ein kleines Aktivierungspaket von rund 174 Kilobyte. Wer noch auf Version 23H2 unterwegs ist, muss allerdings mit einem deutlich größeren Download von 6,5 Gigabyte rechnen.

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Zusätzlich integriert Microsoft ein Low-Latency-Profil, das CPU-Frequenz-Bursts nutzt, um Anwendungsstarts zu beschleunigen und die Benutzeroberfläche flüssiger zu machen.

Für Unternehmen und Nutzer von Windows 10 gibt es ebenfalls eine wichtige Nachricht: Microsoft hat das Enddatum für die erweiterten Sicherheitsupdates (Extended Security Updates) für Verbraucher auf den 12. Oktober 2027 verschoben.

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