Windows 11: Taskleiste ab sofort verschiebbar – Test startet
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 16:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach vier Jahren Stillstand bringt Microsoft die Taskleiste endlich in Bewegung: Nutzer von Windows 11 können die Leiste künftig an den oberen oder seitlichen Bildschirmrand verschieben. Der Test läuft seit dem 3. August im Beta-Kanal.
Die Anpassung gehört zu den häufigsten Nutzerwünschen seit dem Start von Windows 11 im Jahr 2021. Mit dem neuesten Insider-Build 26220.9022 erprobt Microsoft nun die flexible Positionierung. Über die Personalisierungs-Einstellungen lässt sich die Taskleiste an den oberen, linken oder rechten Bildschirmrand verschieben – Start-Button und Symbole folgen automatisch. Zusätzlich stehen eine kompaktere Leistenhöhe und kleinere Icons zur Auswahl.
„Windows K2": Der große Qualitätswurf
Die Taskleisten-Neuerung ist Teil der Initiative „Windows K2" – einer umfassenden Qualitätsoffensive, die Performance und Bedienkomfort des Betriebssystems verbessern soll. Microsoft-Chef Pavan Davuluri kündigte an, den Speicherbedarf von Windows 11 gezielt für PCs mit 8 GB RAM zu optimieren. Gerade Mittelklasse-Geräte sollen davon spürbar profitieren.
Weitere Baustellen: ein schnellerer Ersteinrichtungsprozess, verbesserte Kindersicherung und erweiterte Sprachsteuerung. Die ersten Ergebnisse dieser BemĂĽhungen zeigen sich bereits in den aktuellen Testversionen.
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Aufgeräumte Suche, flotter Explorer
Die Windows-Suche präsentiert sich in den neuen Builds deutlich aufgeräumter: Eine vereinfachte Startseite verzichtet in bestimmten Vorschauversionen auf Werbung und Bing-Store-Ergebnisse. Nutzer könnten zudem die Option erhalten, Web-Ergebnisse komplett aus der lokalen Suchleiste zu verbannen.
Der Datei-Explorer erhält ein „Low-Latency-Profil", das das Öffnen von Menüs und das Löschen von Dateien beschleunigt. Parallel modernisiert Microsoft weitere Systemkomponenten mit WinUI 3 – etwa den Ausführen-Dialog und die Eigenschaftenfenster, die künftig auch den Dunkelmodus unterstützen.
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Weniger Neustarts, bessere Wiederherstellung
Auch beim Update-Prozess dreht Microsoft an der Schraube: Treiber- und Sicherheitsupdates sollen künftig gemeinsam installiert werden – idealerweise mit nur einem Neustart pro Monat. Updates lassen sich zudem länger pausieren, und bei der Ersteinrichtung können bestimmte Aktualisierungen übersprungen werden.
Mit dem Update KB5102117 vom 2. August verbessert Microsoft die Systemwiederherstellung: Eine neue Cloud-Recovery-Funktion lädt ein frisches Windows-Image samt benötigter Treiber direkt von Windows Update. Wann die Neuerungen für alle Nutzer außerhalb des Insider-Programms verfügbar sein werden, steht noch nicht fest. Branchenbeobachter rechnen mit einer Auslieferung im September oder im Rahmen des 26H2-Updatezyklus.
