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Windows 11: Taskleiste kehrt zur freien Positionierung zurück

03.07.2026 - 15:57:37 | boerse-global.de

Microsoft reagiert auf Nutzerkritik und bringt die frei positionierbare Taskleiste zurück. Das 26H2-Update enthält zudem ein überarbeitetes Startmenü und neue Konfigurationsoptionen.

Windows 11: Microsoft erlaubt freie Taskleisten-Position nach Kritik
Windows - Moderner Computerbildschirm mit Windows 11-Desktop und linksseitiger Taskleiste, die neue Anpassungsoptionen zeigt. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Nach jahrelanger Kritik erlaubt Microsoft erstmals wieder die freie Positionierung der Taskleiste in Windows 11. Ein experimenteller Build ebnet den Weg für das große Herbst-Update.

Gut drei Jahre nach dem Start von Windows 11 kehrt ein lange vermisstes Feature zurück: Nutzer können die Taskleiste künftig nicht nur unten, sondern auch oben, links oder rechts am Bildschirmrand andocken. Die Änderung ist Teil des aktuellen Test-Builds 26300.8493, den Microsoft am 3. Juli 2026 veröffentlichte. Er gilt als Vorbote für das 26H2-Update, das im Herbst 2026 erscheinen soll.

Flexiblere Ansichten und kompaktere Icons

Neben der frei wählbaren Position bringt der Build einen kompakten Modus mit, der die Symbole verkleinert und so wertvollen Bildschirmplatz spart. Das dürfte besonders Nutzer von Notebooks oder kleineren Monitoren freuen.

Auch das Widget-System und die Suche wurden überarbeitet. Anwender können künftig Benachrichtigungs-Punkte für Widgets unterdrücken. Zudem priorisiert die Suche nun lokale Ergebnisse – ein klarer Hinweis darauf, dass Microsoft die oft kritisierte Vermischung von lokalen und Web-Ergebnissen entschärfen will. Eine Option, die Websuche komplett zu deaktivieren, befindet sich ebenfalls in Vorbereitung. Abgerundet wird das Paket durch Fehlerbehebungen bei Hintergrundbildern und neue Akzentfarben.

Startmenü: Schlanker, schneller, privater

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Parallel zur Taskleiste arbeitet Microsoft an einer grundlegenden Überarbeitung des Startmenüs. Nutzer können zwischen einer großen und einer kleinen Ansicht wechseln. Noch wichtiger: Bestimmte Bereiche lassen sich gezielt ausblenden – etwa die angehefteten Apps, der Bereich „Empfohlen" oder sogar der Benutzername und das Profilbild.

Technisch hat Microsoft das Startmenü mit nativen WinUI-Komponenten und einem Profil für niedrige Latenz neu aufgesetzt. Das verspricht spürbar flüssigere Animationen und eine bessere Reaktionszeit. Zudem sollen Nutzer stärker kontrollieren können, welche Empfehlungen das System anzeigt – ein Gewinn für die Privatsphäre.

Winziger Update-Paket, große Wirkung

Das 26H2-Update kommt als Enablement-Paket – ein schlanker Download von rund 200 Kilobyte. Voraussetzung ist ein System mit Windows 11 24H2 oder 25H2. Die Installation soll nur etwa zwei Minuten dauern. Die Hardware-Anforderungen bleiben unverändert.

Parallel dazu hält Microsoft an der Version 26H1 fest – einem separaten Zweig, der speziell für neue Hardware wie den Snapdragon X2 optimiert wird. Während 26H2 der Standardpfad für die meisten Nutzer bleibt, richtet sich 26H1 an Hersteller und Early Adopter mit neuester Chip-Generation.

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Volle Kontrolle für Unternehmen

Für Firmenkunden hat Microsoft neue Konfigurationsrichtlinien veröffentlicht. IT-Administratoren können das Startmenü per JSON-Datei zentral steuern: Sie legen fest, welche Apps sichtbar sind, blenden den Bereich „Empfohlen" aus oder erzwingen eine bestimmte Größe des Startmenüs. Die Richtlinien gelten für alle verwalteten Geräte im Unternehmen.

Mit diesen Änderungen reagiert Microsoft auf jahrelange Nutzerkritik. Windows 11 galt bei seinem Start 2021 als übermäßig restriktiv – die Rückkehr der flexiblen Taskleiste ist ein deutliches Signal, dass der Konzern die Wünsche seiner Anwender ernster nimmt. Ob das reicht, um enttäuschte Nutzer von Alternativen zurückzuholen, wird sich im Herbst zeigen.

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