Windows 11 Wetter-App: 1,2 GB RAM im Leerlauf – Nutzer protestieren
Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 21:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die vorinstallierte Wetter-App von Windows 11 sorgt für Kritik: Selbst im Leerlauf belegt sie teils mehr als 1,2 Gigabyte RAM. Besonders Nutzer mit 8 oder 16 Gigabyte Arbeitsspeicher spüren die Folgen – und der Vergleich mit Apple und Linux fällt ernüchternd aus.
Ressourcenfresser im System
Leistungsmessungen zeigen: Die Wetter-App von Windows 11 verbraucht zwischen 900 MB und 1,6 GB Arbeitsspeicher. Verantwortlich dafür sind die Architektur der Anwendung und ihre eingebettete Werbung. Die App basiert auf dem WebView2-Framework, das auf der Chromium-Engine läuft – ein Ansatz, der sich als ressourcenintensiv erweist.
Besonders deutlich wird das Problem auf gĂĽnstiger Hardware. Bei Tests mit einem Einsteiger-Laptop mit 8 GB RAM und Intel-Core-3-Prozessor lag die Speicherauslastung von Windows 11 im Ruhezustand bereits bei 4,6 bis 5 GB. FĂĽr weitere Anwendungen blieb da kaum noch Raum.
Der Vergleich mit der Konkurrenz
Ein Blick auf andere Plattformen zeigt, wie viel effizienter es geht. Die native Wetter-App von macOS kommt mit weniger als 250 MB aus – das ist weniger als ein Fünftel des Windows-Verbrauchs. Auch im Linux-Umfeld sind die Unterschiede eklatant: GNOME Weather benötigt rund 160 MB, Typhoon etwa 240 MB. Selbst das funktionsreiche Mousam bleibt mit ungefähr 290 MB deutlich unter dem Niveau der Microsoft-Lösung.
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Optimierungen und neue Hardware-Anforderungen
Microsoft hat offenbar reagiert und arbeitet an Verbesserungen für Systeme mit 8 GB RAM. Betroffen sind unter anderem das WinUI-3-Framework, WebView2 sowie zentrale Oberflächenelemente wie Startmenü, Suche und Datei-Explorer. Auch ein überarbeiteter AutoPlay-Dialog soll die Bedienung erleichtern.
Doch während Microsoft die Software optimiert, steigen die Hardware-Anforderungen anderswo an. Bei den Gaming-Empfehlungen gilt nun 16 GB RAM als bevorzugte Basis. Auch die integrierten KI-Funktionen fordern ihren Tribut: Eine Vorschauversion von Windows 11 (Build 26300.8553) enthält eine versteckte Option, das KI-Modell Phi Silica zu deinstallieren – es belegt mehr als 2,59 GB Speicherplatz.
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Die Anforderungen fĂĽr Copilot+-PCs spiegeln diesen Trend wider: Mindestens 16 GB RAM, 256 GB Speicher und eine NPU mit 40 TOPS Rechenleistung sind inzwischen Pflicht.
Schneller laden dank neuer Speichertechnik
Während die Speicherverwaltung für Diskussionen sorgt, gibt es bei der Ladezeit Fortschritte. Entwickler berichten, dass Ladezeiten von einer Sekunde auf dem PC dank NVMe-SSDs und DirectStorage-Technologie erreichbar sind. DirectStorage lagert Verarbeitungsaufgaben an die GPU aus.
Benchmarks zeigen: Zwischen verschiedenen NVMe-Generationen gibt es bei der Bildrate kaum Unterschiede. PCIe-SSDs verbessern jedoch die Leistungsstabilität deutlich gegenüber älteren SATA-Modellen. In Tests mit elf Spielen steigerten PCIe-basierte Speicher die sogenannten One-Percent-Lows bei 1440p um bis zu 51 Prozent. Klassische Festplatten gelten für anspruchsvolle Gaming-Anwendungen zunehmend als ungeeignet.
