Windows-Datei-Explorer, Microsoft

Windows-Datei-Explorer: Microsoft entfernt sieben OneDrive-Copilot-Aktionen

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 04:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Menüänderung startet Mitte November 2026; Copilot bleibt über alternative Wege und das OneDrive Activity Center erreichbar.
Minimalistisches, modernes Büro-Interieur mit klaren Linien und natürlichem Licht, das auf einen polierten Betonboden fällt. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft bereinigt die Integration seiner KI-Werkzeuge im Datei-Explorer von Windows und entfernt dort mehrere direkte OneDrive-Copilot-Aktionen. Dies geht aus einer Mitteilung im Microsoft-365-Nachrichtencenter unter der Vorgangsnummer MC1515940 hervor, wie das Fachportal mwpro.co.uk in einem Bericht vom 20. Oktober 2026 meldete.

Betroffene Schnellaktionen und Zeitplan

Von der Umstellung sind insgesamt sieben dedizierte Kontextmenüeinträge für OneDrive-Dateien betroffen. Dazu gehören die Funktionen zum Zusammenfassen von Dokumenten (Summarize), das automatische Erstellen von Fragen und Antworten (Create FAQ), der Dateivergleich (Compare Files) sowie das direkte Formulieren von Abfragen (Ask a question).

Im Bildbereich entfallen die Funktionen zur Bilderklärung (Explain image(s)), zum visuellen Vergleich (Compare images) sowie zur Textextraktion (Extract text).

Der weltweite Rollout zur schrittweisen Deaktivierung dieser Einträge soll Mitte November 2026 anlaufen. Der Abschluss der globalen Bereitstellung ist laut dem Bericht bis Anfang Dezember 2026 vorgesehen.

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Geänderte Bedienwege für Anwender

Der Zugriff auf die generativen Assistenzfunktionen entfällt für die Nutzer jedoch nicht vollständig. Als Ersatz dient künftig der über das Kontextmenü erreichbare Standardbefehl zur Befragung des Assistenten (Ask Copilot).

Alternativ steht das Copilot-Symbol zur Verfügung, das beim Überfahren von Einträgen mit dem Mauszeiger im Startbereich des Datei-Explorers (File Explorer Home) erscheint. Unberührt von den Änderungen im Explorer bleiben die spezifischen Aktionen zudem weiterhin im OneDrive Activity Center verfügbar.

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An der technischen Verarbeitung und den Sicherheitsvorgaben ändert die Anpassung der Menüs nichts. Dokumente und Dateien werden dem System unverändert per Referenz übergeben. Sämtliche zuvor vergebenen Berechtigungen sowie implementierte Schutz- und Freigaberichtlinien bleiben damit während der KI-Interaktionen vollständig wirksam.

Hinweise für Administratoren und IT-Abteilungen

Für IT-Verantwortliche besteht durch die Umstellung kein unmittelbarer technischer Konfigurationsbedarf in den Mandanteneinstellungen. Administratoren müssen keine Systemeinstellungen anpassen, um die Bereinigung der Menüs zu steuern.

Empfohlen wird Betrieben und IT-Abteilungen jedoch, Mitarbeitende proaktiv über die veränderten Zugriffspfade zu unterrichten. Um Rückfragen und Supportfälle zu vermeiden, sollten interne Hilfedokumentationen, Anleitungen und Schulungsunterlagen für den Helpdesk rechtzeitig vor dem Beginn des Rollouts aktualisiert werden.

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