Windows, Startmenü

Windows K2: Startmenü öffnet sich 70% schneller

30.05.2026 - 14:33:04 | boerse-global.de

Microsofts „Windows K2“-Initiative bringt mit dem Low Latency Profile deutliche Leistungssprünge für Startmenü und Apps.

Windows K2: Startmenü öffnet sich 70% schneller - Foto: über boerse-global.de
Windows K2: Startmenü öffnet sich 70% schneller - Foto: über boerse-global.de

Microsofts neue „Windows K2“-Initiative soll das ändern. Im Rahmen der bis 2027 laufenden Optimierungsstrategie hat der Konzern Ende Mai 2026 optionale Vorschau-Updates veröffentlicht, die die Systemleistung spürbar verbessern.

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„Race to Sleep“: CPU-Bursts gegen Verzögerungen

Das Herzstück der Neuerungen ist das Low Latency Profile (LLP). Die Technik basiert auf einem einfachen Prinzip: Sobald der Nutzer mit der Oberfläche interagiert, pusht Windows die CPU-Frequenz kurzzeitig auf Maximum. Nach etwa ein bis drei Sekunden fällt der Prozessor zurück in den Energiesparmodus.

Praktisch heißt das: Öffnet ihr das Startmenü, sucht nach Dateien oder klickt das Info-Center an, legt das System sofort die maximale Leistung rein. Die technische Umsetzung nutzt moderne Hardware-Features wie Intel Speed Shift, AMD Precision Boost (CPPC2) und bei ARM-Systemen das Energy Aware Scheduling. Analysen der Builds 26100.8524 und 26200.8524 zeigen: Der Boost dauert teils nur 100 Millisekunden. Der Energieverbrauch pro Interaktion steigt um weniger als 0,1 Prozent.

Startmenü in 50 Millisekunden – Apps starten 40 Prozent schneller

Die Messergebnisse sind beeindruckend. Shell-Elemente wie Flyout-Menüs und das Startmenü reagieren laut Tests bis zu 70 Prozent schneller. Konkret: Die Öffnungszeit des Startmenüs sank von 150 bis 200 Millisekunden auf 50 bis 80 Millisekunden.

Auch Microsoft-eigene Anwendungen wie Edge oder Outlook profitieren. Hier berichten Tester von Beschleunigungen um bis zu 40 Prozent. Möglich machen das intelligentes Pre-Loading und eine optimierte I/O-Priorisierung. Die Storage-Latenz fiel in spezifischen Szenarien von 50 auf 10 Millisekunden.

Besonders spürbar sind die Effekte auf Einsteiger-Hardware und älteren Systemen. Auf leistungsstarken Gaming-PCs fallen die Optimierungen subtiler aus.

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Update KB5089573: NPU-Überwachung und Shared Audio

Das Mai-Update KB5089573 bringt neben dem LLP weitere Neuerungen. Der Task-Manager zeigt jetzt detailliert die NPU-Auslastung (Neural Processing Unit) an – ein Zugeständnis an die zunehmende KI-Hardware-Integration. Neu ist auch eine Shared-Audio-Funktion: Ihr könnt zwei Bluetooth-LE-Audiogeräte gleichzeitig koppeln.

Die Suchfunktion wurde optimiert: Ergebnisse erscheinen bereits ab der Eingabe von zwei Zeichen priorisiert. Weitere Verbesserungen betreffen die Multi-App-Kamera-Unterstützung sowie die Zuverlässigkeit von USB4-Dockingstationen und dem Datei-Explorer.

Ein sicherheitsrelevanter Punkt: Microsoft erneuert die Secure-Boot-Zertifikate. Die alten Zertifikate aus dem Jahr 2011 laufen im Juni 2026 aus. Die neuen sind bis 2038 gültig.

Bekannte Probleme: Akku-Laufzeit und Kompatibilität

So gut die Performance-Gewinne sind – es gibt Haken. Bei der Installation des Updates kann der Fehler 0x800f0922 auftreten, wenn die EFI-Systempartition weniger als 10 MB freien Speicherplatz hat.

Im Akkubetrieb reduziert das Low Latency Profile die Laufzeit von Mobilgeräten um etwa 7 bis 10 Prozent. Auch bei Software-Kompatibilität gibt es erste Meldungen: Drittanbieter-Tools zur Oberflächenanpassung wie Classic Shell oder Start11 zeigen vereinzelt Probleme.

Der Installationsassistent NTLite erhielt am 28. Mai 2026 ein Update (Version 2026.05.11080), um die neuen Workflows und das LLP zu unterstützen. Die allgemeine Verfügbarkeit der LLP-Funktionen ist für den regulären Patch-Day im Juni 2026 geplant. Die Aktivierung erfolgt schrittweise – bei Bedarf könnt ihr sie manuell über Konfigurationstools steuern.

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