Windows-Sicherheitslücke CVE-2026-45846: CVSS 9,8 kritisch
30.05.2026 - 16:59:40 | boerse-global.deMicrosoft hat im Mai umfangreiche Updates für Windows 11 veröffentlicht. Sie schließen eine hochgefährliche Sicherheitslücke und beheben hartnäckige Fehler in den Vorschau-Kanälen.
Die neuen Builds für den Experimental- und Beta-Kanal konzentrieren sich auf Stabilitätsverbesserungen und Verfeinerungen der Benutzeroberfläche. Besonders brisant: Eine Sicherheitslücke im Windows-Kernel, die Angreifer aus der Ferne ausnutzen können, ohne dass der Nutzer auch nur klicken muss.
Windows 11 macht Probleme? Diese 5 Fehler können Sie ab sofort selbst beheben. Kein IT-Techniker nötig – ein kostenloser Report zeigt, wie es geht. Erste Hilfe für Windows 11 kostenlos herunterladen
Kritische Sicherheitslücke mit Höchstwertung
Am 27. Mai 2026 machte Microsoft eine Schwachstelle öffentlich, die unter der Kennung CVE-2026-45846 geführt wird. Der CVSS-Score von 9,8 spricht eine deutliche Sprache: Die Lücke gilt als kritisch. Sie betrifft den Windows-Kernel aller aktuellen Versionen – Windows 10, Windows 11 und Windows Server 2022.
Angreifer können die Schwachstelle durch manipulierte UDP-Pakete ausnutzen, ohne dass der Nutzer eingreifen muss. Das macht sie besonders gefährlich für Unternehmen und Privatanwender gleichermaßen. Die zuständigen Sicherheitsbehörden haben die Lücke bereits in den Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen. Unternehmen müssen die Patches bis zum 7. Juni 2026 installieren oder gefährdete Protokolle wie LLMNR und NetBIOS deaktivieren.
Installationsfehler endlich behoben
Ein hartnäckiger Fehler hatte zuletzt für Frust bei vielen Nutzern gesorgt. Das Mai-Patchday-Update (KB5089549) ließ sich auf Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 nicht installieren. Der Fehlercode 0x800f0922 trat immer dann auf, wenn die EFI-Systempartition weniger als 10 MB freien Speicherplatz hatte.
Microsoft reagierte mit einem optionalen Vorschau-Update (KB5089573), das die Einschränkung umgeht. Wer also Probleme mit der Installation hatte, sollte dieses Update priorisieren.
Taskmanager zeigte falsche Taktraten
Im Experimental Channel sorgte Build 29599 vom 30. Mai 2026 für Aufsehen. Der Build behebt einen kuriosen Bug: Der Taskmanager zeigte nach dem Aufwachen einer virtuellen Maschine aus dem Energiesparmodus extrem hohe CPU-Taktfrequenzen an. Zudem wurde ein Problem korrigiert, bei dem fälschlicherweise eine Offline-Warnung beim Anmelden mit einem Microsoft-Konto erschien.
Allerdings: Systeme mit AMD-Prozessoren und aktiviertem System Guard sind von diesem Build ausgeschlossen. Grund ist ein bekannter Absturzfehler, den Microsoft noch nicht in den Griff bekommen hat.
Modulareres Startmenü und neue Design-Optionen
Die aktuellen Insider-Builds bringen spürbare Verbesserungen für das Startmenü. In Build 26300.8553 können Nutzer die Sichtbarkeit der Bereiche „Angeheftet", „Alle Apps" und „Zuletzt verwendet" jetzt unabhängig voneinander ein- und ausschalten. Die bisherige Rubrik „Empfohlen" heißt nun treffender „Zuletzt verwendet".
Weitere Neuerungen: Der Benutzername und das Profilbild lassen sich ausblenden. Zudem stehen neue Größenoptionen für das Startmenü zur Verfügung – klein, groß oder automatisch.
Ihr PC gilt als ‚inkompatibel‘ für Windows 11? Dieser legale Weg funktioniert trotzdem. Die Gratis-PDF zeigt das Upgrade Schritt für Schritt – ohne neue Hardware und ohne Datenverlust. Gratis-Report: Windows 11 Systemanforderungen umgehen
Einheitliche Fortschrittsanzeigen und smarter Druck
Der Beta-Kanal (Build 26220.8544) führt sogenannte „Donut"-Fortschrittsanzeigen ein. Diese einheitlichen Kreisanzeigen erscheinen künftig beim Systemstart, bei der Anmeldung und bei Updates. Sie ersetzen die bisher uneinheitlichen Darstellungen.
Praktisch für alle, die häufig drucken: Die neue Funktion „Windows Ready Print" nutzt den IPP-Standard für Druckerinstallationen. Das verspricht weniger Treiberprobleme. Zudem wurde die Windows-Suche verbessert – sie durchsucht jetzt auch Teilzeichenfolgen in Dateinamen und -inhalten.
Hardware-Anforderungen verschärfen sich
Ein Blick voraus: Die kommende Windows-11-Version 26H1 wird als hardwareoptimiertes Release bezeichnet. Ab dem 5. Juni 2026 soll sie ausgeliefert werden – allerdings nur auf Geräten mit neuer Silizium-Generation wie dem Qualcomm Snapdragon X2. Bestehende Rechner erhalten die Version nicht über Windows Update. Wer als Tester von 26H1 zurück zu Version 25H2 wechseln möchte, muss vor dem 5. Juni eine Neuinstallation durchführen.
Hardware-Konflikte in Vorschau-Builds
Nicht alle Neuerungen verliefen reibungslos. Build 26220.8491 sorgte Anfang Mai auf bestimmten Lenovo-Notebooks für Verbindungsabbrüche beim WLAN. Betroffene Nutzer mussten entweder den Windows-Update-Dienst anhalten oder ihre Netzwerktreiber manuell aktualisieren.
Positiv: Build 28020.2207 scheint einen Fehler behoben zu haben, bei dem Systeme fälschlicherweise in das Hauptbetriebssystem statt in die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) starteten.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
