WMIC entfernt: Microsoft beendet 25-jährige Ära im August
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 18:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat bestätigt, dass das Kommandozeilenwerkzeug WMIC (Windows Management Instrumentation Command-line) vollständig aus Windows 11 26H2 entfernt wird. Das seit den Zeiten von Windows XP im Jahr 2001 gebündelte Tool verschwindet damit nach 25 Jahren endgültig aus dem Betriebssystem, wie neowin.net berichtete.
Entfernung ab August 2026
Wie betanews.com meldet, ist WMIC seit August 2026 weder in Windows 11 24H2 noch in 25H2 enthalten – auch nicht mehr als sogenanntes Feature on Demand (FoD), also als optional nachinstallierbare Komponente.
Laut windowslatest.com erfolgt die Entfernung im Zuge des Patch Tuesday im August 2026. Das Tool war bereits im Vorjahr standardmäßig deaktiviert worden, nun entfällt zusätzlich die Möglichkeit, es über die FoD-Option nachträglich zu reaktivieren.
Bestätigt wird die Maßnahme durch die Release-Preview-Builds 26100.9267 und 26200.9267, die im Update KB5120998 ausgeliefert wurden. Sie belegen laut neowin.net, dass WMIC nach August 2026 nicht mehr Teil des Systems ist. In neuen Installationen von Windows 11 24H2 und 25H2 ist das Werkzeug bereits standardmäßig entfernt, wie betanews.com weiter berichtet.
Ein langer Abschied
Der Rückzug von WMIC vollzog sich schrittweise über mehrere Windows-Versionen hinweg. Laut windowslatest.com wurde das Tool bereits in Windows Server 2016 als veraltet eingestuft (deprecated), in Windows 10 Version 21H1 (2021) sowie in Windows 11 standardmäßig deaktiviert. In Windows 11 22H2 wandelte Microsoft WMIC dann in eine optionale FoD-Komponente um, bevor es nun ganz aus dem System verschwindet.
Wer sich mit den Systemänderungen in Windows 11 befasst, sollte auch typische Fehlerquellen im Blick behalten. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie gängige Probleme wie Update-Fehler oder Systemausfälle ohne teuren IT-Techniker selbst beheben können. Erste Hilfe für Windows 11: Kostenlosen Report sichern
Sicherheitsrisiko als treibender Grund
Der Hauptgrund für die endgültige Entfernung liegt in der Sicherheitsproblematik des Tools. WMIC gilt als sogenanntes LOLBIN (Living-off-the-Land Binary) – ein legitimes Systemwerkzeug, das von Angreifern für bösartige Zwecke missbraucht werden kann. Laut itechpost.com wurde WMIC wiederholt von Malware und Ransomware ausgenutzt, unter anderem zum Löschen von Schattenkopien und zum Sammeln von Systeminformationen auf kompromittierten Rechnern.
Die Entfernung reduziere die Angriffsfläche des Betriebssystems, erklärte undercodenews.com. Die zugrunde liegende Windows Management Instrumentation (WMI) selbst bleibt davon unberührt und wird weiterhin vollständig unterstützt – betroffen ist lediglich die klassische Kommandozeilenschnittstelle.
Empfohlene Alternativen
Als Ersatz für WMIC empfiehlt Microsoft laut betanews.com den Umstieg auf PowerShell. Konkret wird das Cmdlet Get-CimInstance als funktionaler Nachfolger genannt, wie mangodeveloper.com berichtet. Es greift auf dieselben WMI-Daten zu, nutzt dabei aber ein modernes und sichereres Ausführungsmodell.
Neben der Umstellung auf neue Tools ist eine gute Vorbereitung auf Systemausfälle entscheidend für die Sicherheit Ihres PCs. Erfahren Sie in dieser Gratis-Anleitung, wie Sie einen Windows 11 Boot-Stick als Notfall-Reserve erstellen, um Ihr System jederzeit retten zu können. Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Windows 11 Boot-Stick gratis anfordern
Für Unternehmen, die WMIC noch in Skripten, Automatisierungsroutinen oder Verwaltungswerkzeugen einsetzen, ergibt sich dadurch Handlungsbedarf. Laut undercodenews.com sollten Unternehmen ihre Skripte vor dem Upgrade auf die betroffenen Windows-Versionen migrieren, um Ausfälle in administrativen Prozessen zu vermeiden.
Da WMIC seit Jahren in IT-Umgebungen für Systemdiagnosen, Softwareinventarisierung und Fernverwaltung genutzt wurde, dürfte die Umstellung insbesondere in größeren Organisationen mit umfangreichen Legacy-Skriptbeständen Aufwand verursachen.
