Wohnmobil-Sicherheit, Hersteller

Wohnmobil-Sicherheit: EU zwingt Hersteller zu Assistenzsystemen ab Juli

25.06.2026 - 15:38:37 | boerse-global.de

Neue EU-Verordnung macht Assistenzsysteme für Wohnmobile ab Juli 2026 zur Pflicht. Polizei bietet zudem kostenlose Beratungstage an.

EU verschärft Wohnmobil-Regeln: Neue Assistenzsysteme ab Juli 2026
Wohnmobil-Sicherheit - Ein modernes Wohnmobil oder Wohnwagen auf einem Campingplatz, im Gespräch mit einem Polizisten über Sicherheitsmaßnahmen. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab dem 7. Juli 2026 müssen Neufahrzeuge serienmäßig mit mehreren Assistenzsystemen ausgestattet sein.

Pflichtpaket: Diese Systeme kommen

Die neue EU-Verordnung General Safety Regulation II (GSR II) zwingt Hersteller zum Umdenken. Vorgeschrieben sind unter anderem ein intelligenter Geschwindigkeitsassistent, eine Müdigkeitserkennung und Vorrichtungen für alkoholbasierte Wegfahrsperren.

Hinzu kommen Rückfahr-, Spurhalte- und Notbremsassistenten sowie ein Reifendruckkontrollsystem. Die Regelung gilt nicht nur für klassische Neufahrzeuge ab Werk, sondern auch für umgebaute Nutzfahrzeuge, deren Erstzulassung als Wohnmobil nach dem Stichtag erfolgt.

Branchenanalysen zufolge steigen die Anschaffungskosten durch die zusätzliche Technik um 1.000 bis 3.000 Euro.

Polizei setzt auf Prävention statt Strafen

Parallel zu den gesetzlichen Vorgaben verstärken Sicherheitsbehörden ihre Aufklärungsarbeit. Die Polizei in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis bietet Mitte Juli spezielle Beratungstage an. Am 16. Juli in Königswinter und am 17. Juli in Bornheim können Camper ihre Gespanne kostenlos auf einer Radlastwaage wiegen lassen.

Überladung hat massiven Einfluss auf Bremsweg und Fahrverhalten. Neben der Gewichtskontrolle beraten Experten zu Ladungssicherung, dem Zustand von Gasflaschen und dem Toten Winkel.

Anzeige

Die EU verschärft die Sicherheitsvorschriften für Wohnmobile – ab Juli 2026 sind Assistenzsysteme wie Geschwindigkeitsassistent, Müdigkeitserkennung und Notbremsassistent Pflicht. Was das für Ihren nächsten Campingurlaub bedeutet und wie Sie Kostenfallen vermeiden, erfahren Sie im kostenlosen Report. Jetzt Report anfordern

Wichtig für Camper: Festgestellte Mängel oder Gewichtsüberschreitungen werden bei den Aktionstagen nicht geahndet. Es handelt sich um ein rein präventives Angebot. Ähnliche Formate in anderen Regionen, etwa in Göttingen, stießen auf positive Resonanz.

Rückkehr einer beliebten Motorisierung

Auch bei den Basisfahrzeugen gibt es Neuigkeiten. Für das Modelljahr 2027 kehrt eine populäre Motorisierung für den Fiat Ducato zurück. Eine 160-PS-Variante des 2,2-Liter-Turbodiesels soll exklusiv für die Caravaning-Industrie wieder eingeführt werden.

Der Motor erfüllt die Euro-6e-Norm und liegt preislich unter der stärkeren 180-PS-Version. Kunden können zwischen manuellem Schaltgetriebe und 8-Gang-Automatik wählen.

Die häufigsten Fehler beim Packen

Abseits der großen Technik vernachlässigen Urlauber oft die grundlegende Ausrüstung. Der Fachhandel beobachtet, dass besonders Kleinteile vergessen werden. Dazu zählen CEE-Stromadapter, Wasserschläuche mit passenden Anschlüssen, Unterlegkeile sowie Ersatzsicherungen und Gasflaschenadapter.

Anzeige

Überladung, Einbruchgefahr, falsche Ausrüstung – die häufigsten Sicherheitsrisiken auf Reisen lassen sich mit einfachen Maßnahmen vermeiden. Die Polizei bietet kostenlose Beratungstage an, doch der beste Schutz beginnt zu Hause. Unser Report zeigt, wie Sie Ihr Wohnmobil und Ihr Zuhause sicher machen. Sicherheitspaket jetzt sichern

Einbruchschutz nicht vergessen

Die Reisesicherheit endet nicht am Fahrzeug. Laut aktuellen Statistiken des Bundeskriminalamts stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr um über fünf Prozent. Experten raten zu einem mehrstufigen Sicherheitskonzept für das Eigenheim – von sichtbarer Abschreckung bis zu professionellen Gefahrenmeldeanlagen.

de | wissenschaft | 69624365 |