Word auf iPad: Schriftarten verschwinden seit Monaten – Update hilft nicht
29.06.2026 - 01:08:11 | boerse-global.de
Seit Monaten kämpfen iPad-Nutzer mit einem hartnäckigen Bug in Microsoft Word. Schriftarten wie Times New Roman und selbst erstellte Vorlagen verschwinden einfach. Selbst die neuesten Updates helfen nicht.
Das Problem: Fonts verschwinden spurlos
Betroffen sind vor allem Anwender, die iPadOS 26.5 nutzen. Sie berichten, dass Standard-Schriftarten wie Times New Roman oder Arial sowie benutzerdefinierte Dokumentvorlagen nach kurzer Zeit nicht mehr verfügbar sind. Das Problem tritt seit rund einem halben Jahr auf – und Microsoft scheint keine schnelle Lösung parat zu haben.
Der einzige Ausweg für viele: Die App komplett deinstallieren und neu aufspielen. Ein einfacher Neustart oder eine Aktualisierung reichen nicht aus. Besonders ärgerlich: Auch die jüngste Version 2.111.1, die Ende Juni erschien, behebt den Fehler nicht.
Update 2.111.1: Neue KI-Funktionen, alte Probleme
Die aktuelle Word-Version für iPad und iPhone setzt iOS 18.0 oder neuer voraus. Sie bringt die Copilot-KI-Funktionen mit – allerdings nur für Abonnenten von Microsoft 365. Wer die KI nutzen will, muss also ein kostenpflichtiges Abo abschließen.
Doch die Synchronisationsprobleme bleiben. Auf der Microsoft-Q&A-Plattform, die mittlerweile über 1,8 Millionen Anfragen verzeichnet, häufen sich die Beschwerden. Nutzer klagen nicht nur über verschwundene Schriftarten, sondern auch über Probleme beim Speichern von Dokumenten und fehlende Funktionen in Teams.
iPad-Hardware im Wandel: Apple streicht alte Modelle
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Die Software-Probleme kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn Apple bereitet einen großen Einschnitt vor: iPadOS 27, das Anfang Juni auf der WWDC26 vorgestellt wurde, wird mehrere ältere Geräte nicht mehr unterstützen. Konkret betroffen sind Modelle mit A12- und A12X-Chips – darunter das iPad der achten Generation (2020) und das iPad Pro der dritten Generation (2018).
Gleichzeitig steigen die Preise. Grund ist eine Knappheit an Speicherchips, die durch die hohe Nachfrage nach KI-Technologie ausgelöst wird. Ein 128-GB-iPad Air kostet nun 749 Euro (zuvor 599 Euro), das 256-GB-iPad Pro schlägt mit 1.199 Euro zu Buche.
Sicherheitswarnung: Falsche Microsoft-Angebote im Umlauf
Doch nicht nur technische Pannen bereiten Sorgen. Sicherheitsexperten warnen vor einer neuen Betrugswelle. Kriminelle verschicken gefälschte E-Mails, die Microsoft Word und Excel für angeblich 59 Euro anbieten. Wer darauf klickt, riskiert eine Malware-Installation und möglichen Betrug mit Kreditkartendaten.
Die Empfehlung der Experten: Absender genau prüfen, auf Rechtschreibfehler in Webadressen achten und Software nur über offizielle Kanäle beziehen.
Apple liefert eigene Updates aus
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Während Word-Nutzer auf eine Lösung warten, hat Apple selbst reagiert. iOS 26.4.1 erschien Ende Juni und behebt einen iCloud-Synchronisationsfehler, der Datenänderungen zwischen Geräten blockierte. Zudem aktiviert das Update den „Diebstahlschutz“ standardmäßig für Unternehmensnutzer. Parallel dazu testet Apple die iPadOS 26.5-Kandidatenversion mit neuen Funktionen für Apple Maps und verschlüsselten Nachrichten.
Ob diese System-Updates auch die Word-Probleme lösen, ist fraglich. Denn der Fehler scheint in der App selbst zu liegen – und nicht im Betriebssystem.
