WSL-Container, Microsoft

WSL-Container: Microsoft integriert Linux ohne Docker Desktop

Veröffentlicht: 01.07.2026 um 11:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsofts neue WSL-Funktion erlaubt Linux-Container ohne Zusatztools und verspricht doppelt so schnelle Dateizugriffe.

Microsoft integriert Linux-Container direkt in WSL ohne Docker
WSL-Container - Abstraktes digitales Netzwerk, das Knoten verbindet und Datenfluss sowie Integration symbolisiert, über unscharfem Hintergrund eines Entwickler-Schreibtischs. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Entwickler können Linux-Container nun ohne Drittanbieter-Tools in WSL ausführen. Microsoft hat eine öffentliche Vorschau vorgestellt.

Der Schritt markiert einen Wendepunkt für containerisierte Entwicklung unter Windows. Bisher waren externe Werkzeuge wie Docker Desktop nötig. Die neue Lösung integriert sich nahtlos in die Windows Subsystem for Linux (WSL) und richtet sich vor allem an Entwickler, die auf Windows arbeiten, aber Linux-Container benötigen.

Neue Befehlszeile und API-Integration

Im Zentrum steht das neue Kommandozeilen-Tool wslc.exe. Seine Syntax ähnelt gängigen Container-Management-Tools – der Einstieg fällt entsprechend leicht. Ergänzend dazu stellt Microsoft eine Container-API über NuGet bereit. Sie richtet sich speziell an Entwickler, die in C, C++ und C# arbeiten.

Die API lässt sich in bestehende Entwicklungspipelines einbinden und unterstützt sowohl MSBuild als auch CMake. Frühe Nutzer erhalten Zugriff über die Vorabversion von WSL. Die aktuelle Version trägt die Nummer 2.9.3.0.

Doppelte Geschwindigkeit bei Dateizugriffen

Die technischen Neuerungen zielen auf Tempo und Ressourcenschonung. Das Update führt ein neues Standard-Dateisystem ein: virtiofs. Technische Berichte sprechen von doppelter Geschwindigkeit beim Zugriff auf Windows-Dateien im Vergleich zu früheren Versionen.

Ein verbessertes Speicher-Management sorgt für effizientere Ressourcennutzung. Zudem gibt es einen neuen Netzwerkmodus namens "Consomme". Er soll die Kommunikation zwischen Containern und Netzwerkressourcen vereinfachen.

Anzeige

Microsoft integriert Linux-Container ohne Docker Desktop in WSL. Die neue Lösung bringt doppelte Dateigeschwindigkeit und zentrale Verwaltung per Intune. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie einsteigen. Kostenlose Anleitung anfordern

Für Unternehmen: Intune, Group Policy und Sicherheit

Microsoft positioniert WSL-Container gezielt für Unternehmensumgebungen. Die Verwaltung läuft über Microsoft Intune und Group Policy – Administratoren können Container-Umgebungen zentral steuern.

Auf der Sicherheitsseite befindet sich der Microsoft Defender for Endpoint-Support in einer privaten Vorschau. Sicherheitsteams können damit Linux-Container-Workloads auf Windows-Hosts überwachen und schützen.

Entwicklungsumgebung und Ausblick

Die Entwicklungsumgebung für WSL-Container wird durch eine Vorabversion der Dev-Containers-Erweiterung von Visual Studio Code unterstützt. Entwickler nutzen die neue Container-Infrastruktur direkt aus ihrer primären IDE.

Anzeige

WSL-Container jetzt ohne Zusatztools nutzen? Die kostenlose Anleitung enthält eine Checkliste, mit der Sie in wenigen Minuten prüfen, ob Ihre Umgebung bereit ist – plus Performance-Tipps. Checkliste per E-Mail sichern

Die öffentliche Vorschau ist über das WSL-GitHub-Repository und spezifische Update-Befehle verfügbar. Die allgemeine Verfügbarkeit von WSL-Containern ist für später im Jahr 2026 geplant.

Der Schritt reiht sich ein in aktuelle Branchenentwicklungen: Erst im Juni veröffentlichte Apple ein Open-Source-CLI für Linux-Container auf macOS. Auch Kali Linux wurde kürzlich auf Version 2026.2 aktualisiert.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69666500 |