WSL Containers: Microsofts Docker-Alternative startet Preview
01.07.2026 - 05:46:44 | boerse-global.de
WSL Containers im öffentlichen Preview: Microsofts Antwort auf Docker-Alternativen.
Microsoft hat am 30. Juni 2026 die öffentliche Vorschau von WSL Containers freigegeben. Die Funktion erlaubt es Entwicklern, Linux-Workloads direkt in der Windows Subsystem for Linux (WSL)-Umgebung zu bauen und auszuführen. Damit reduziert der Konzern die Abhängigkeit von Drittanbieter-Tools und vereinfacht die Container-Entwicklung auf Windows erheblich.
Neue Kommandozeile und API-Integration
Herzstück der Neuerung ist das Kommandozeilen-Tool wslc.exe, das auch unter dem Alias container.exe läuft. Die Syntax lehnt sich bewusst an Docker an: Nutzer können Images pullen, Container erstellen und deren Lebenszyklus mit Befehlen wie run, stop und ps verwalten.
Darüber hinaus stellt Microsoft eine dedizierte API zur Verfügung, die Windows-Anwendungen die Interaktion mit Linux-Containern ermöglicht. Das Microsoft.WSL.Containers SDK ist als NuGet-Paket verfügbar und unterstützt C++, C## und C. Die Integration reicht bis in die Entwicklungsumgebungen: MSBuild, CMake und eine Vorabversion (0.462.0) von VS Code Dev Containers sind bereits an Bord.
Architektur und Performance-Sprünge
WSL Containers starten pro Sitzung eine schlanke Hyper-V-VM. Die Preview, die in WSL Version 2.9.3.0 enthalten ist, bringt mehrere architektonische Verbesserungen mit:
Microsoft hat die öffentliche Preview von WSL Containers gestartet – eine native Docker-Alternative direkt in WSL. Die kostenlose Anleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie wslc.exe installieren, erste Container starten und von Performance-Vorteilen wie Virtiofs profitieren. Kostenlose Setup-Anleitung anfordern
- Virtiofs-Dateisystem: Der neue Standard für Dateizugriffe soll doppelt so schnell sein wie bisherige Implementierungen.
- Netzwerk: Ein experimenteller Modus namens "Consomme" verbessert die Konnektivität.
- GPU-Durchleitung: Workloads wie PyTorch oder CUDA-basierte Anwendungen lassen sich mit dem Flag
--gpus alldirekt ansprechen. - Speichermanagement: Verbesserte Mechanismen zur Speicherfreigabe optimieren die Systemressourcen während Container-Operationen.
Enterprise-Features und Sicherheit
Für professionelle Umgebungen integriert Microsoft WSL Containers in sein bestehendes Management-Ökosystem. Administratoren können Container über Microsoft Intune per registry-basierter Whitelist verwalten. Zudem befindet sich Microsoft Defender for Endpoint in einer privaten Preview-Phase zur Überwachung von Container-Ereignissen – ein wichtiger Schritt für die Sicherheitsüberwachung von Linux-Workloads auf Windows.
Bereits Anfang Juni 2026 hatte Microsoft klargestellt, dass diese Updates die Zukunft der Plattform darstellen. Gerüchte um ein „WSL 3" wurden dementiert – der Konzern setzt stattdessen auf die Weiterentwicklung der aktuellen Architektur.
Sie nutzen Docker auf Windows? Mit WSL Containers wird die Abhängigkeit von Drittanbieter-Tools überflüssig. Die kostenlose Anleitung erklärt die neue Kommandozeile, die API-Integration und wie Sie Container über Intune verwalten. Setup-Guide per E-Mail sichern
Installation und Ausblick
Die öffentliche Preview steht allen Nutzern offen, die auf die Vorabversion von WSL aktualisieren – per Befehl wsl --update --pre-release. Die allgemeine Verfügbarkeit (GA) von WSL Containers erwartet Microsoft für Herbst 2026. Die Preview erlaubt bereits vielfältige Anwendungen: von einfachen „Hello-World"-Tests bis hin zu komplexen Linux-Desktop-Umgebungen wie Ubuntu KDE, die direkt unter Windows 11 laufen.
