WWDC, Apple

WWDC 8. Juni: Apple kündigt automatische Diebstahlsperre an

29.05.2026 - 22:40:52 | boerse-global.de

Neue Anti-Snatch-Funktion erkennt ruckartige Bewegungen und sperrt Geräte sofort. Amazon kauft Apple-Anteil an Globalstar.

WWDC 8. Juni: Apple kündigt automatische Diebstahlsperre an - Foto: über boerse-global.de
WWDC 8. Juni: Apple kündigt automatische Diebstahlsperre an - Foto: über boerse-global.de

** Apple hat die Sicherheitsarchitektur seiner Geräte massiv nachgerüstet – mit neuen Tracking-Funktionen und einer automatischen Diebstahlsperre, die derzeit entwickelt wird.

Standort-Tracking im Energiesparmodus

Das „Wo ist?"-Netzwerk, das auf über einer Milliarde Apple-Geräten basiert, kann iPhone 11 und neuere Modelle auch dann orten, wenn sie ausgeschaltet sind oder keinen Strom mehr haben. Möglich macht das ein sogenannter Power-Reserve-Modus, der für einen begrenzten Zeitraum weiterhin Standortdaten sendet.

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Sinkt der Akku auf kritischen Stand, übermittelt das iPhone automatisch den letzten bekannten Standort an Apple. Dank Bluetooth-Low-Energy- und Ultra-Wideband-Chips bleibt das Gerät bis zu 24 Stunden nach manuellem Ausschalten detektierbar – und bis zu fünf Stunden, sobald der Power-Reserve-Modus aktiv ist. Für Geräte, die gar nicht mehr senden, zeigt die App den letzten Standort bis zu sieben Tage lang an.

Wichtig für Nutzer: Der Verloren-Modus sperrt das Gerät mit einem Passcode und deaktiviert Zahlungsdienste. Auch Drittanbieter nutzen diese Infrastruktur: Der im Mai vorgestellte Wallet-Tracker KeySmart SmartCard Pro etwa verwendet das gleiche Netzwerk bei einer Akkulaufzeit von bis zu 24 Monaten.

Automatische Diebstahlsperre in der Entwicklung

Noch einen Schritt weiter geht eine neue Funktion, die Apple Insidern zufolge gerade entwickelt. Die sogenannte Anti-Snatch-Funktion soll ein iPhone sofort sperren, wenn es einem Nutzer aus der Hand gerissen wird – selbst wenn das Gerät entsperrt war.

Die Software wertet dazu Daten aus dem Beschleunigungssensor und Gyroskop aus. Erkennt sie die ruckartige Bewegung eines Diebstahls, wird sofort der Bildschirm gesperrt und der Stolen Device Protection-Modus aktiviert. Diese Sicherheitsschicht, die Apple erstmals mit iOS 17.3 einführte, blockiert dann den Zugriff auf Schlüsselbund, Zahlungsmethoden und eSIM-Einstellungen.

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Die Funktion berücksichtigt auch den Kontext: Entfernung zur gekoppelten Apple Watch und bekannte WLAN-Netzwerke fließen in die Entscheidung ein. Branchenbeobachter rechnen mit einer Ankündigung auf der WWDC am 8. Juni 2026.

Satelliten-Infrastruktur wechselt den Besitzer

Parallel zu den Sicherheits-Updates verändert sich die technische Basis für Apples Satelliten-Dienste grundlegend. Am 27. Mai 2026 wurde bekannt, dass Amazon den 20-Prozent-Anteil von Apple an Globalstar für umgerechnet rund 10,7 Milliarden Euro übernimmt.

Der Deal, der voraussichtlich 2027 abgeschlossen wird, folgt auf Apples 2022 getätigte Investition von rund 420 Millionen Euro in den Satellitenbetreiber. Künftig soll Amazons Low-Earth-Orbit-Netzwerk die satellitengestützten Funktionen von iPhone und Apple Watch betreiben – darunter den Notruf SOS, Satelliten-Nachrichten und die „Wo ist?"-Ortung in abgelegenen Gebieten.

AirTags 2 erhalten Update

Auch die Hardware-Front bleibt nicht stehen. Am 28. Mai 2026 veröffentlichte Apple ein Firmware-Update für die AirTags 2. Die im Januar 2026 eingeführte zweite Generation der Ortungshilfen bietet eine größere Reichweite und einen verbesserten Lautsprecher im Vergleich zum Vorgänger.

Die Botschaft ist klar: Apple macht es Dieben so schwer wie möglich – selbst wenn das iPhone aus ist oder der Akku streikt.

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