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Xbox Series X 799,99 Dollar: Microsoft erhöht Preise wegen Speicherkrise

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 07:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die anhaltende DRAM-Knappheit führt zu deutlichen Preiserhöhungen bei Konsolen, Handhelds und Grafikkarten. Hersteller reagieren mit Anpassungen, Analysten erwarten eine Dauer bis 2028.

Speicherkrise treibt Preise: AMD, Microsoft und Nintendo erhöhen Kosten
Eine Handheld-Spielkonsole in Händen, mit unscharfen Computerkomponenten im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die anhaltende Knappheit bei Speicherchips lässt die Preise für Konsolen, Handhelds und Grafikkarten explodieren. Hersteller wie AMD, Microsoft und Nintendo reagieren mit teils zweistelligen Preiserhöhungen – und ein Ende ist nicht in Sicht.

Die Speicherkrise erreicht nun auch den deutschen Spielemarkt mit voller Wucht. Nachdem AMD seine Partner bereits Ende Juli über Preiserhöhungen von mindestens zehn Prozent bei Radeon-Grafikkarten und GDDR6-Speicher informiert hat, ziehen nun weitere Hersteller nach. Verantwortlich für den Preisschock ist ein massiver Engpass bei DRAM- und GDDR6-Chips – ausgelöst durch den enormen Bedarf an KI-Rechenzentren.

Handhelds: Der Einstieg wird teuer

Besonders deutlich wird der Preisanstieg bei tragbaren Konsolen. Der Steam Deck OLED kostet in der 512-GB-Version inzwischen 789 Dollar, die 1-TB-Variante klettert auf fast 949 Dollar. Noch extremer fällt die Entwicklung beim Legion Go S aus: Lag der Preis ursprünglich bei rund 600 Dollar, verlangen Händler für bestimmte Konfigurationen inzwischen fast 1.500 Dollar.

Wer die Highend-Klasse ansteuert, muss tief in die Tasche greifen. Der AYANEO NEXT 2 kostet in der Spitzenausstattung nun 5.299 Dollar statt bisher 4.299 Dollar. Immerhin: Wer auf günstigere Alternativen setzt, findet weiterhin Schnäppchen. Das Odin-3-Basismodell liegt bei 339 Dollar, die Max-Version bleibt unter der 500-Dollar-Marke.

Auch Reparaturen werden teurer. Der Hardware-Dienstleister iFixit hat den Preis für Akku-Wechsel-Kits des Steam Deck LCD um 50 Dollar angehoben – von 84,99 auf 134,99 Dollar.

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Konsolen: Xbox, PS5 und Switch betroffen

Der klassische Konsolenmarkt bleibt von den Preissteigerungen nicht verschont. Seit dem 1. August kostet die Xbox Series X stolze 799,99 Dollar. Branchenkenner schätzen, dass Microsoft trotz der Erhöhung um 100 Dollar weiterhin rund 50 Dollar Verlust pro verkaufter Konsole macht – die Speicherkosten fressen die Marge auf.

Die Konkurrenz zieht nach:

  • Nintendo erhöht den Preis der Switch 2 ab dem 1. September auf 499,99 Dollar.
  • Sony verlangt fĂĽr die PS5 Pro nun 899 Dollar. Zwar hat das Unternehmen seine Speicherlieferungen fĂĽr das laufende Geschäftsjahr gesichert, doch die hohen Einkaufspreise dĂĽrften bis ins nächste Jahr anhalten.
  • Grand Theft Auto VI erscheint am 19. November als reiner Digital-Titel fĂĽr PS5 – zum Preis von 79,99 Dollar.

Speicher-Oligopol bestimmt die Preise

Der eigentliche Treiber der Entwicklung ist die Marktmacht weniger Konzerne. Samsung, SK Hynix und Micron kontrollieren zusammen rund 90 bis 95 Prozent des weltweiten DRAM-Marktes. Die Spotpreise für GDDR6-Speicher haben sich seit Ende 2025 verdreifacht – von etwa 2,50 auf 7,50 Dollar pro Gigabyte.

Analysten rechnen damit, dass die Speicherknappheit bis 2028 anhalten wird. Die Folgen sind bereits im gesamten Elektronikmarkt spĂĽrbar: Smartphones verteuerten sich im vergangenen Jahr um 30 Prozent, Laptops um bis zu 20 Prozent.

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Software als Gegentrend

Während die Hardware-Preise steigen, gewinnt die Software-Seite an Bedeutung. Linux-basiertes Gaming auf Handhelds boomt: Mit SteamOS 3.8 unterstützt Valves Betriebssystem nun auch Geräte wie den ROG Ally und den MSI Claw. Im März 2026 überschritt der Linux-Marktanteil auf der Steam-Plattform erstmals die Fünf-Prozent-Marke. Lenovo reagierte und liefert seinen Legion Go 2 direkt mit SteamOS aus – zum Preis von 1.199 Dollar.

Sony setzt unterdessen verstärkt auf digitale Distribution. Der Anteil digitaler Downloads liegt bereits bei 82 Prozent. Bis Januar 2028 will das Unternehmen die Produktion physischer Discs für neue Spiele komplett einstellen. Der operative Gewinn stieg im Juni-Quartal um 40 Prozent auf 2,97 Milliarden Dollar – obwohl die PS5-Auslieferungen um 36 Prozent auf 1,6 Millionen Einheiten fielen.

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