Xbox-Umbau, Microsoft

Xbox-Umbau: Microsoft streicht 3.200 Stellen in Gaming-Sparte

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 13:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft kündigt massiven Stellenabbau in der Gaming-Sparte an und verkleinert sein Studio-Portfolio drastisch.

Microsoft Xbox: 3.200 Stellenstreichungen und Studioverkäufe
Xbox-Umbau - Ein zerbrochener Xbox-Controller liegt auf einer dunklen Oberfläche vor einem verschwommenen Serverraum, symbolisiert Stellenstreichungen. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

4.800 Mitarbeiter müssen gehen, die Xbox-Abteilung trifft es mit 3.200 Stellenstreichungen besonders hart. Die Führung spricht von der tiefgreifendsten Umstrukturierung in der Geschichte der Marke.

Zweistufiger Stellenabbau bei Xbox

Die Kündigungen erfolgen in zwei Wellen. Wie der Konzern mitteilte, wurden 1.600 Beschäftigte mit sofortiger Wirkung entlassen. Weitere 1.600 Stellen fallen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 im Juni weg. Der gesamte Stellenabbau betrifft rund 2,1 Prozent der weltweiten Belegschaft.

Bereits Anfang des Jahres hatte Microsoft in den USA ein freiwilliges Abfindungsprogramm aufgelegt. Von den rund 9.000 berechtigten Mitarbeitern nahm mehr als ein Drittel das Angebot an.

Fünf Studios werden abgestoßen

Im Rahmen des „großen Neustarts" verkleinert Microsoft seine Entwicklungslandschaft massiv. Double Fine Productions und Compulsion Games kehren in die Unabhängigkeit zurück und behalten ihre Spielerechte. Ninja Theory, die Macher der Senua-Reihe, sowie Undead Labs werden an Dritte verkauft.

Bei Arkane Studios laufen derzeit Gespräche mit dem Betriebsrat über die Zukunft des Hauses. Trotz der Verkleinerung betont die Xbox-Führung: Kein laufendes Spielprojekt werde eingestellt. Die Bethesda-Sparte konzentriert sich künftig auf ihre großen Marken – darunter Fallout, The Elder Scrolls, Doom, Quake und Wolfenstein.

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Führungsebene radikal verschlankt

Xbox-CEO Asha Sharma zieht die Hierarchien drastisch zusammen. Statt 14 Führungsebenen gibt es künftig maximal fünf. Helen Chiang steigt zur Chief Operating Officer auf, während Dave McCarthy das Unternehmen verlässt.

Die erfolgreichen Studios Mojang (Minecraft) und King (Candy Crush) berichten künftig direkt an Sharma. Ihre Begründung für den Umbau: Die internen Teams seien seit dem Start der aktuellen Konsolengeneration um 40 Prozent gewachsen – bei gleichzeitig schrumpfender Spielerbasis. Die Ressourcen hätten sich zu sehr verzettelt.

Finanzielle Schieflage als Auslöser

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Der Sparkurs kommt nicht von ungefähr. Microsofts Aktie verlor im ersten Halbjahr 2026 zwischen 19 und 23 Prozent an Wert. Gleichzeitig belasten die Milliardeninvestitionen in Künstliche Intelligenz – für das Jahr auf 190 Milliarden Dollar veranschlagt – die Bilanzen.

Besonders dramatisch: Die operative Marge der Gaming-Sparte lag zuletzt bei mageren drei Prozent – weit unter dem Branchenschnitt. Interne Daten zeigten, dass Xbox für jeden investierten Dollar in die Studios 64 Cent verlor. Sharma setzt nun auf eine Halbierung der Ausgaben für Zulieferer und eine Konzentration auf Kernmarken. Ihr Ziel: Bis 2027 soll die Sparte wieder wachsen.

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