XPeng startet Serienproduktion von Level-4-Robotaxis
20.05.2026 - 11:00:40 | boerse-global.deChinesische und US-Hersteller liefern sich ein Rennen um die Marktreife.
Am Montag feierte der chinesische E-Auto-Hersteller XPeng in Guangzhou die Premiere: Das erste serienmäßig produzierte Level-4-Robotaxi verließ das Werk. Parallel dazu treibt Tesla die Expansion seines autonomen Fahrdienstes in den USA voran. Die Branche bewegt sich weg von Pilotprojekten hin zur industriellen Massenfertigung.
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XPeng setzt auf reine Kameratechnik
Das neue Fahrzeug basiert auf der GX-Plattform und nutzt XPengs hauseigene Turing-AI-Chips. Diese liefern die nötige Rechenleistung für komplexe Manöver im Stadtverkehr. Entscheidend ist der Verzicht auf teure LiDAR-Sensoren: Das VLA-2.0-System arbeitet rein kamerabasiert – ein klarer Kostenfaktor.
Der Hersteller plant eine schrittweise Einführung. Noch 2026 sollen erste Pilotbetriebe starten, Anfang 2027 folgt der vollständig kommerzielle Dienst. Kunden können zwischen drei Varianten mit fünf, sechs oder sieben Sitzen wählen. Branchenbeobachter sehen darin einen strategischen Schachzug: Die günstigere Sensortechnik soll autonome Flotten endlich konkurrenzfähig zu klassischen Fahrdiensten machen.
Tesla: Milliarden Meilen, aber Kinderkrankheiten
Auf dem Samson Summit diese Woche zeigte sich Tesla-Chef Elon Musk zuversichtlich. Unbeaufsichtigte Robotaxis seien bereits in Austin, Houston und Dallas aktiv. Das Ziel: Noch 2026 sollen die Fahrzeuge in mindestens einem dutzend US-Bundesstaaten unterwegs sein.
Doch die Realität hinkt der Vision hinterher. Unabhängige Tests in Texas offenbarten massive Probleme. In Dallas dauerte eine Fünf-Meilen-Strecke angeblich fast zwei Stunden – inklusive Buchungsversuche und Wartezeiten. In Austin warteten Nutzer in der Hälfte aller Fälle über 15 Minuten, ein Viertel der Anfragen blieb ganz unbeantwortet.
Tesla hat zwar umgerechnet 16 Milliarden Kilometer mit seiner Full-Self-Driving-Software (FSD) gesammelt. Der aktive Fuhrpark in Austin bleibt jedoch kleiner als der von Konkurrent Waymo. Zudem belastet eine Rückrufaktion: Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ordnete die Überprüfung von 218.868 Tesla-Fahrzeugen wegen verzögerter Rückfahrkamerabilder an.
Autonome Lkw: Ohne Fahrer auf die Straße
Auch im Güterverkehr tut sich etwas. Am Montag gaben Einride und EASE Logistics den Start von Level-4-Elektro-Lkw in Marysville, Ohio bekannt. Die führerlosen Fahrzeuge werden per Fernüberwachung gesteuert – Teil eines Korridorprojekts der Verkehrsbehörden von Ohio und Indiana.
Auf der ACT Expo in Las Vegas präsentierte Volvo Autonomous Solutions einen schweren Sattelzug mit Dach-Sensoren aus Radar, Lidar und Kameras. Interessant: Während Pkw-Hersteller auf reine Kamerasysteme setzen, vertrauen Lkw-Bauer weiter auf mehrere Sensortypen – Sicherheit hat auf der Autobahn Vorrang vor Kosteneffizienz.
Städte erheben Gebühren für autonome Fahrzeuge
Die Kommunen reagieren auf die neue Technik. In Nashville dürfen Polizisten seit April Strafzettel an fahrerlose Fahrzeuge ausstellen – die Rechnung geht an den Betreiber. Waymo, das kürzlich rund 3.800 Fahrzeuge wegen Softwareproblemen bei Überschwemmungen zurückrief, begrüßt die Regelung.
Philadelphia plant eine Gebühr von 1.000 Euro pro Lieferung durch autonome Roboter. Auslöser: Ein Lieferdienst setzt seit Frühjahr 68-Kilogramm-Roboter in der Stadt ein. West Hollywood verfolgt einen anderen Ansatz: Dort fließen Gebühren in einen Fonds für Barrierefreiheit und Gehwegverbesserungen.
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Milliardenmarkt für humanoide Roboter
Analysten von Goldman Sachs prognostizieren dem Markt für humanoide Roboter ein Volumen von 150 bis 200 Milliarden Euro bis 2035. Mehr als eine Million Einheiten könnten bis 2030 im Einsatz sein. Entscheidend sind dafür leistungsfähige Chips für Echtzeitverarbeitung und Datenschutz.
Branchenvertreter rechnen vor, dass Künstliche Intelligenz innerhalb von zehn Jahren 90 Prozent aller gefahrenen Kilometer übernehmen könnte. Die wirtschaftlichen Folgen wären enorm – einige Experten sprechen von einer Verzehnfachung der globalen Wirtschaftsleistung und der Notwendigkeit eines universellen Grundeinkommens.
Der Fokus für den Rest des Jahres liegt darauf, die operativen Engpässe in den Pilotstädten zu beheben und die KI-Modelle zu verfeinern. Denn eines ist klar: Die Massenproduktion von XPeng und Teslas Expansionspläne markieren einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt.
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