Zahlungsbetrug: Jeder vierte Deutsche betroffen – 266 Milliarden Euro Schaden
26.06.2026 - 20:28:43 | boerse-global.de
Die neue Regelung tritt am 1. Juli in Kraft und richtet sich vor allem gegen finanzielle Ausbeutung von Senioren ab 65 Jahren und schutzbedĂĽrftigen Erwachsenen.
Die anfängliche Sperrfrist beträgt 15 Werktage, kann aber um weitere 15 Tage verlängert werden. Banken müssen betroffene Kunden innerhalb von drei Werktagen informieren. Handeln die Institute in gutem Glauben und mit angemessener Sorgfalt, haften sie nicht.
Deutschland: Jeder vierte BĂĽrger betroffen
Der Handlungsdruck wächst. Allein in Deutschland registrierten Behörden 2024 rund 131.391 Cybercrime-Fälle – bei einer Aufklärungsquote von gerade mal 32 Prozent. Der Gesamtschaden: 266 Milliarden Euro.
Laut dem Cybersicherheitsmonitor 2026 des BSI war jeder vierte Bundesbürger in den letzten zwölf Monaten Opfer von Zahlungsbetrug. Der durchschnittliche Verlust lag bei 395 Euro pro Fall. Besonders tückisch: Fake-Shops beim Online-Shopping.
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Experten raten zur genauen Prüfung von Impressum und Zahlungsoptionen. Grundsätzlich gilt: Banken müssen unautorisierte Zahlungen erstatten – es sei denn, der Kunde handelt grob fahrlässig, etwa durch leichtfertige Weitergabe von TANs.
Spanische Polizei schlägt zu
Auf Mallorca und in Barcelona nahmen Ermittler neun Verdächtige fest. Die Bande soll über gefälschte Onlineshops und falsche Bankmitarbeiter am Telefon an sensible Daten gelangt sein.
Die Ermittlungen liefen bereits seit zwei Jahren. Ergebnis: Mindestens 3.500 deutsche Opfer wurden um über 9 Millionen Euro betrogen. Zur Geldwäsche diente unter anderem eine als Bootsvermietung getarnte Scheinfirma auf Mallorca.
Die Behörden stellten Vermögenswerte von rund 2 Millionen Euro sicher – Bargeld, Kryptowährungen, Luxusuhren und Gold. Über 100 Bankkonten mit einem Guthaben von einer halben Million Euro wurden eingefroren.
USA: Millionen-Schlag gegen BetrĂĽger
Parallel dazu zerschlugen US-Behörden in Florida ein Betrugsnetzwerk, das Senioren um 3,5 Millionen Dollar brachte. In New Hampshire folgten Anklagen gegen vier Personen wegen großangelegten Gesundheitsbetrugs.
Einem Verdächtigen wird vorgeworfen, allein 12,6 Millionen Dollar aus betrügerischen Abrechnungen abgehoben zu haben. Die Anklage lautet unter anderem auf Geldwäsche für eine internationale kriminelle Organisation.
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So schĂĽtzen Sie sich
Die Methoden werden raffinierter. Neben Fake-Shops nehmen Fälle von Vishing zu – einer Form des Voice-Phishings mit manipulierten Anrufer-IDs. Auch bei Anlageplattformen wie VaraMarkets mehren sich Berichte über blockierte Gelder.
Die wichtigste Regel: Geben Sie niemals Passwörter oder Bankdaten am Telefon preis. Seriöse Institute fordern keine telefonischen Überweisungen. Zwei-Faktor-Authentifizierung und aktuelle Sicherheitssoftware bleiben der beste Schutz.
