Zahngesundheit: Kariesrate bei Migranten-Kindern 52% statt 81%
01.06.2026 - 10:39:08 | boerse-global.deBetriebliche Programme, Fortbildungen und Bewegungsangebote sollen Eigenverantwortung und Wohlbefinden steigern. Doch aktuelle Daten zeigen: Die Schere zwischen Arm und Reich klafft auch beim Thema Gesundheit weit auseinander.
Betriebe setzen auf mentale Gesundheit
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Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen baute Ende Mai ihr Programm zur Stressbewältigung weiter aus. Bereits 500 Mitarbeitende nutzten 2025 die bestehenden Gesundheitsangebote. Unter dem Motto „Persönliches Gleichgewicht“ sind nun verstärkt Teamformate geplant, um die Resilienz in Arbeitsgruppen zu stärken.
In Bernau bei Berlin startet im Juni ein spezieller Kurs für Pflegekräfte. Er verbindet Aktivität mit Entspannung im Pflegealltag. Ziel: physische Entlastung und mentale Regeneration für Pflegende und Angehörige.
Soziale Herkunft bestimmt Zahngesundheit
Die Studie DMS 6 zur Zahngesundheit aus dem Jahr 2025 zeigt deutliche Ungleichheiten. Kinder aus bildungsarmen Familien haben eine viermal höhere Karieserfahrung als Gleichaltrige aus bildungsstärkeren Haushalten.
Bundesweit sind 81 Prozent der 12-Jährigen kariesfrei. Bei Kindern mit Migrationshintergrund sinkt dieser Wert auf 52 Prozent. Besonders krass: In sozialen Brennpunkten erreicht frühkindliche Karies Werte von bis zu 40 Prozent – der Bundesschnitt liegt bei 10 bis 15 Prozent. Rund 15 Prozent der Kinder unter sechs Jahren waren laut Studie noch nie beim Zahnarzt.
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Bewegung als fester Bestandteil des Schulalltags
Die Deutsche Sportjugend fordert im Mai 2026 mehr Bewegung im schulischen Ganztag. Basis sind Handlungsempfehlungen der Sportministerkonferenz aus dem Jahr 2025. Tägliche Bewegungsangebote sollen als festes Strukturprinzip etabliert werden – für eine bewegungsfreundliche Kindheit aller sozialen Schichten.
Parallel fördern Hochschulen das Interesse an Gesundheitswissenschaften. An der Kinder-Uni in Hamburg referiert im Juni eine Juniorprofessorin für Bionik über Lernmöglichkeiten aus der Natur. Niederschwellige Bildungsangebote sollen früh das Verständnis für biologische Prozesse schärfen.
Digitalisierung macht Gesundheitskurse zugänglicher
Die Volkshochschule Wetterau startete Ende Mai eine neue, responsive Webseite. Ein Kunden-Login und verbesserte Filterfunktionen sollen die Buchung von Gesundheits- und Bildungskursen barrierefreier gestalten.
Im pharmazeutischen Bereich stehen im Juni Augenerkrankungen im Alter im Fokus. Eine neue Fortbildung für pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) ist von der Bundesapothekerkammer akkreditiert. Mitte Juni endet zudem ein E-Learning-Angebot zu pflanzlichen Lösungen bei Augenbeschwerden.
Regionale Angebote für spezifische Zielgruppen
Lokale Vereine und Zentren ergänzen das Programm:
- In Karben gibt es seit Frühjahr spezielle Yoga-Kurse für Mütter nach der Geburt – geleitet von Hebammen.
- Der Kneipp-Verein Bad Vilbel kombiniert Farbentherapie mit Übungen zur Sehstärkung. Der Kurs startete bereits im Oktober 2025.
- Auch Kultur trägt zur mentalen Gesundheit bei: In der Hamburger HafenCity zeigt eine Kunstausstellung bis Ende Juni zeitgenössische Werke. Großkonzerte erweitern das kulturelle Angebot der Hansestadt.
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