Zelltherapien, ARPA-H

Zelltherapien: ARPA-H fördert Raumtemperatur-Lagerung mit 7,3 Millionen Dollar

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 05:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das RAB-Konsortium untersucht 15 Monate lang die Lagerung lebender Zelltherapien bei Raumtemperatur; ARPA-H stellt bis zu 7,3 Millionen US-Dollar bereit.

CaseBioscience forscht mit Likarda an Zelltherapien ohne Kühlkette
Ein steriles Laborglas mit einer Flüssigkeit auf einer Edelstahloberfläche als Symbol für biotechnologische Zellforschung. Illustration mit AI erstellt.

Das Biotechnologieunternehmen CaseBioscience beteiligt sich an dem von Likarda geleiteten RAB-Team, das im Rahmen des BoSS-Programms der US-Forschungsbehörde ARPA-H eine Förderung von bis zu 7,3 Mio. US-Dollar erhält.

Ziel der Forschungsinitiative ist es, neue Verfahren zur Lagerung und zum Transport lebender Zelltherapien bei Raumtemperatur zu entwickeln. Durch diesen technologischen Ansatz soll die bestehende Abhängigkeit von lückenlosen, logistisch anspruchsvollen Kühlketten deutlich verringert werden.

Das RAB-Team gehört zu den 3 Konsortien, die von der Behörde ARPA-H für das BoSS-Programm ausgewählt wurden. Die auf 15 Monate ausgelegte Anfangsphase der Zusammenarbeit begann am 24.09.2026.

Breites Konsortium für neuartige Konservierungsansätze

Dem interdisziplinären RAB-Bündnis gehören mehrere privatwirtschaftliche Unternehmen und akademische Einrichtungen an. Neben dem federführenden Unternehmen Likarda und CaseBioscience zählen Draper, CPSI Biotech, Fresenius Kabi, MiNK Therapeutics sowie das Spencer-Labor der University of Colorado Boulder zu den Projektpartnern.

Innerhalb dieser Partnerschaft bringt CaseBioscience spezifische Fachkompetenzen in den Bereichen Medienformulierung, Biopräservierung sowie Zellstoffwechsel in das Team ein. Das Konsortium will Ansätze erforschen, die das Überleben und die Funktionalität lebender therapeutischer Zellen ohne permanente Tiefkühlung über längere Zeiträume sicherstellen.

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Während ein von ARPA-H mit bis zu 7,3 Mio. US-Dollar gefördertes Konsortium über 15 Monate an Raumtemperatur-Lagerung forscht, bleibt die Kühlkette für die meisten Zelltherapien vorerst Pflicht. Wer heute plant, muss beide Welten kennen. Unser kostenloser Report ordnet ein, welche Konservierungswege bereits regulatorisch abgesichert sind und welche sich noch in der Erprobung befinden. Kostenlosen Zelltherapie-Logistik-Report anfordern

Weiterentwicklung bestehender Konservierungsmethoden

Während Initiativen wie das BoSS-Programm grundlegend neue Wege für den Verzicht auf Kühlketten anstreben, schreitet parallel auch die Standardisierung und behördliche Absicherung klassischer Kryokonservierungsverfahren voran. So schloss das Unternehmen Pluristyx ein Typ-II-Drug-Master-File (DMF) für sein PluriFreeze-Kryokonservierungssystem zur Einreichung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA ab.

Therapieentwickler erhalten dadurch die Möglichkeit, das DMF über einen Letter of Authorization in Anträgen auf klinische Prüfungen (IND) sowie in Zulassungsanträgen für Biologika (BLA) zu referenzieren. Das Dokument enthält die regulatorisch erforderliche CMC-Dokumentation (Chemistry, Manufacturing, and Controls).

Das PluriFreeze-System setzt sich aus der Zellwaschlösung PluriFreeze Base und dem Gefriermedium PF10 zusammen, welches 10 % Dimethylsulfoxid enthält.

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Ein abgeschlossenes Typ-II-Drug-Master-File für ein Kryokonservierungssystem zeigt: Der regulatorische Weg über Letter of Authorization in IND- und BLA-Anträgen ist gangbar — und spart Entwicklern eigene CMC-Dokumentation. Unser Report erklärt Schritt für Schritt, wie Sie dieses Verfahren für Ihre Zelltherapie nutzen. DMF-Referenzierungs-Guide jetzt sichern

Beide Erzeugnisse sind synthetischen Ursprungs, frei von tierischen Bestandteilen und sowohl für Forschungszwecke als auch für die GMP-konforme Herstellung verfügbar. Nach Angaben von Pluristyx enthält PF10 10 % DMSO, und das Gesamtsystem weist bei einer Temperatur von 2–8 °C eine Stabilität von bis zu 2 Jahren auf.

Für die Produktion und den Vertrieb arbeitet Pluristyx mit Teknova zusammen. Teknova agiert als exklusiver Hersteller und Vertriebspartner für das PluriFreeze-System in den USA und Kanada. Die Fertigung der Produkte erfolgt dabei in ISO-13485-zertifizierten Anlagen am Standort Hollister.

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