Ziegenmilch, Ekzem-Risiko

Ziegenmilch: Ekzem-Risiko bei Babys um mehr als 50% gesenkt

24.06.2026 - 09:22:34 | boerse-global.de

Neue Studie belegt: Ziegenmilchnahrung halbiert das Ekzem-Risiko bei SÀuglingen, besonders bei familiÀrer Vorbelastung.

Ziegenmilch senkt Ekzem-Risiko bei Babys drastisch
Ziegenmilch - Ein Baby berĂŒhrt ein Tablet mit einer Gesundheits-App; im Hintergrund ist eine Flasche Ziegenmilch-SĂ€uglingsnahrung zu sehen. 24.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Studie mit ĂŒber 2.000 SĂ€uglingen aus Spanien und Polen.

Besonders profitieren Kinder mit familiĂ€rer Vorbelastung: In der Hochrisikogruppe entwickelten 48 von 100 Babys unter Kuhmilchnahrung ein Ekzem, bei Ziegenmilch waren es nur 18 von 100. Professor Koletzko von der LMU MĂŒnchen spricht von einem signifikanten Unterschied.

Die Allergologin Beyer rĂ€t dennoch zur Vorsicht. Die Fallzahlen seien noch begrenzt. Die Kinder werden im Rahmen einer Langzeitstudie bis zum fĂŒnften Lebensjahr weiter begleitet.

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App hilft bei chronischen Ekzemen

FĂŒr Patienten mit Hand- und Fußekzemen gibt es neue digitale Hilfe. Dr. Bruch aus Mannheim testete mit 87 Teilnehmern ĂŒber 60 Wochen eine Monitoring-App in Kombination mit Patientenschulungen.

Die Ergebnisse: Die LebensqualitĂ€t verbesserte sich deutlich, die Symptomlast sank. Die Patientendaten in der App korrelierten stark mit den klinischen Befunden. Allerdings war die Abbruchquote hoch. Die App kann die Ă€rztliche Betreuung ergĂ€nzen – nicht ersetzen.

Umweltgifte und Stress im Fokus

Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie Schadstoffe das Immunsystem langfristig verÀndern. Am 1. Juli startet das Verbundprojekt EMVIC unter Beteiligung der MHH und des UFZ.

Mit 1,2 Millionen Euro Förderung analysieren Wissenschaftler drei Jahre lang die Wirkung von PFAS, Phthalaten und Stress auf das Mikrobiom von Schwangeren und Kindern.

Parallel zeigt das Projekt MELIUS unter Professor Dr. Claudia Traidl-Hoffmann: Der Klimawandel lĂ€sst allergische Beschwerden frĂŒher beginnen und stĂ€rker ausfallen. Pollenflug, Hitze und Luftschadstoffe spielen eine zentrale Rolle.

FettmolekĂŒle verstĂ€rken Allergien

Forscher des FZB Borstel liefern neue Details zur AllergenitÀt von Pflanzen. In der Fachzeitschrift Scientific Reports belegen sie: Nicht nur die Proteinstruktur bestimmt, ob ein Stoff Allergien auslöst.

Am Beispiel von Lupinen-Proteinen zeigte sich: Gebundene FettmolekĂŒle aktivieren spezifische Immunzellen und verstĂ€rken so die Reaktion.

Das Wellcome Sanger Institute entdeckte zudem ein „EntzĂŒndungsgedĂ€chtnis“ in Stammzellen. Sie behalten Merkmale einer EntzĂŒndung mehr als 100 Tage nach dem Schub. Das erklĂ€rt, warum Neurodermitis immer wieder aufflammt.

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Neue Professuren fĂŒr Berufsdermatologie

Hautkrankheiten am Arbeitsplatz bekommen mehr akademische Aufmerksamkeit. Die UniversitĂ€t OsnabrĂŒck fĂŒhrt am 26. Juni zwei neue Stiftungsprofessuren ein: fĂŒr Berufsdermatologie und berufsbezogene GesundheitspĂ€dagogik.

Professor Dr. Christoph Skudlik und Professor Dr. Annika Wilke wollen die Versorgung von Menschen mit berufsbedingten Hautleiden verbessern.

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