Zoho stellt KI-Server Nathu La vor: 20-30% weniger Betriebskosten
Veröffentlicht am: 22.06.2026 um 06:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zum 25-jĂ€hrigen JubilĂ€um im Reich der Mitte kĂŒndigte GrĂŒnder Sridhar Vembu am Sonntag ein eigenes KI-Server-Modell und Millioneninvestitionen an.
Strategische Expansion mit eigener Infrastruktur
Zoho beschĂ€ftigt inzwischen mehr als 300 Mitarbeiter an mehreren Standorten in China. Das Unternehmen betreibt dort zwei eigene Rechenzentren â Teil eines globalen Netzwerks, das mittlerweile auf 20 Standorte angewachsen ist. Zu den prominenten Kunden zĂ€hlen der Batteriehersteller CATL und der Drohnenpionier DJI.
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FĂŒr das laufende Jahr plant Zoho Investitionen von ĂŒber 100 Millionen Yuan â umgerechnet rund 14,5 Millionen Euro. Das Geld flieĂt vor allem in den Ausbau der lokalen Infrastruktur und die Entwicklung neuer Produkte.
Eigenentwicklung Nathu La: Effizienter und gĂŒnstiger
PĂŒnktlich zum JubilĂ€um prĂ€sentierte Zoho den selbst entwickelten KI-Server Nathu La. Das System basiert auf Intels Xeon-6-Prozessoren und erfĂŒllt die Standards des Open Compute Project (OCP). FĂŒnf Jahre Forschung und Entwicklung stecken in dem GerĂ€t.
CEO Shailesh Davey bezeichnete die Eigenentwicklung als âzentralen Baustein der langfristigen Strategie". Die Zahlen sprechen fĂŒr sich: Der Nathu La senkt den Energieverbrauch um 12 bis 18 Prozent, die Gesamtbetriebskosten sinken sogar um 20 bis 30 Prozent.
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Technologische UnabhÀngigkeit als Ziel
Der VorstoĂ kommt nicht von ungefĂ€hr. GrĂŒnder Vembu hatte erst kĂŒrzlich zu mehr technologischer EigenstĂ€ndigkeit aufgerufen. Internationale BeschrĂ€nkungen bei KI-Modellen bezeichnete er als âWeckruf" fĂŒr alle Nationen, die auf heimische Innovation setzen mĂŒssten.
Die Zeiten der klassischen Globalisierung seien vorbei, so Vembu. Zoho setze daher auf kosteneffiziente KI-Forschung, um die AbhĂ€ngigkeit von externen Plattformen zu reduzieren. Die Hardware-Offensive ist Teil dieses Kurses â ein klares Signal an die Branche.
