Zuckerabgabe 2028: Regierung plant harte Einschnitte bei Softdrinks
09.05.2026 - 06:24:25 | boerse-global.deDie Bundesregierung will Krankenkassen 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten – und setzt dabei auf eine Zuckerabgabe ab 2028. Das Konzept zielt auf hochkalorische Getränke, um der steigenden Adipositas-Welle entgegenzuwirken. Laut RKI gelten 52,7 Prozent der Deutschen als übergewichtig.
Die Ärztekammer Niedersachsen kritisierte die Pläne scharf. Prävention komme im Sparpaket zu kurz, so der Vorwurf. Mediziner fordern höhere Steuern auf Tabak und Alkohol sowie verpflichtenden Gesundheitsunterricht an Schulen. Auch die Rücknahme der Cannabis-Legalisierung wird als notwendig erachtet.
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Experten der Krankenkasse KKH bezeichnen das Paket als „reines Spargesetz“. Es adressiere nicht die Ursachen der gesundheitlichen Belastungen. Der Druck auf Hersteller von Erfrischungsgetränken wächst – sie müssen Rezepturen überarbeiten und gesündere Alternativen anbieten.
Matthias Steiners radikaler Weg: 50 Kilo ohne Softdrinks
Der frühere Olympiasieger Matthias Steiner berichtete im Mai über seinen Erfolg bei der Gewichtsreduktion. Nach seinem Karriereende verlor er 50 Kilogramm – anfangs durch drastischen Kohlenhydratverzicht. Sein konsequenter Verzicht auf Softdrinks zugunsten von Wasser und Tee war zentral.
Steiner lebt mit Diabetes Typ 1 und kennt die Reaktionen seines Körpers genau. Er setzt auf eiweißreiche Kost und ausreichend Schlaf. Dieser Trend zu proteinreicher Ernährung spiegelt sich im Markt wider.
Die Nachfrage nach Whey-Protein steigt rasant. Branchenberichte führen das auf GLP-1-Abnehmmedikamente wie Tirzepatid zurück. Diese Wirkstoffe verdoppelten teilweise ihre Quartalsumsätze auf Milliardenhöhe.
Protein-Pflicht bei Abnehmspritzen: 160 Gramm pro Tag
Bei schnellem Gewichtsverlust droht Muskelabbau. Endokrinologen empfehlen daher erhöhte Proteinzufuhr: 100 bis 120 Gramm täglich für Frauen, 140 bis 160 Gramm für Männer – idealerweise kombiniert mit Krafttraining. Whey-Protein gilt als effiziente Quelle, da es alle neun essenziellen Aminosäuren enthält.
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Doch nicht nur die Menge zählt – auch der Zeitpunkt. Die Chrononutrition-Forschung zeigt: Ein tägliches Essensfenster von maximal zwölf Stunden senkt das Alterungsrisiko für Herz und Leber. Die letzte Mahlzeit sollte vor 21 Uhr liegen.
Getränke sollten zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen die letzte Kalorienzufuhr darstellen. Koffein aus Kaffee, Energy-Drinks oder dunkler Schokolade stört den Schlaf massiv. Raffinierte Kohlenhydrate und zuckerreiche Getränke erhöhen das Risiko für schlechten Schlaf um bis zu 36 Prozent.
Stille Defizite: Was ab 50 wirklich wichtig wird
Ab 50 sinkt der Kalorienbedarf, der Bedarf an Mikronährstoffen steigt jedoch. Ärztin Cornelia Lorenz aus Hamburg warnt vor „stillen Defiziten“. Sie empfiehlt regelmäßige Kontrollen von Omega-3-Index, Vitamin D, Vitamin B12 und Coenzym Q10 – besonders bei Veganern oder Menschen, die Statine einnehmen.
Auch für Kindern hat sich etwas getan. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) lassen nun in spezialisierten Zentren medikamentöse Therapien zu – wenn der BMI über dem 99,5. Perzentil liegt.
Eine Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW zeigt jedoch Defizite: Bei 30 getesteten Kinder-Snacks ĂĽberschritt der Salzgehalt vieler Produkte die Tagesdosis fĂĽr Kleinkinder. Gleichzeitig bleibt das Risiko einer zu geringen Jodaufnahme bestehen.
Nutri-Score und Eco-Score: Transparenz als Wettbewerbsvorteil
Der Nutri-Score hilft Verbrauchern seit 2019, Nährwerte auf einen Blick zu vergleichen. Die fünfstufige Skala von A (grün) bis E (rot) ist freiwillig – doch große Ketten wie REWE setzen sie flächendeckend für Eigenmarken ein.
Ergänzend kommt der Eco-Score aus Frankreich. Er bildet den ökologischen Fußabdruck über die gesamte Wertschöpfungskette ab. Kritiker bemängeln die Bewertung intensiver Landwirtschaft, doch die Akzeptanz ist hoch: In Frankreich kennen über 57 Prozent der Konsumenten den Nutri-Score.
Eine schlechte Einstufung wird fĂĽr Hersteller zunehmend zum Marktnachteil. Der Wettbewerb um gesĂĽndere Rezepturen ist voll entbrannt.
Der Markt wandelt sich: Funktionale Produkte statt Zuckerbomben
Die Getränke- und Lebensmittelbranche steht vor einem Strukturwandel. Politische Regulierung, medizinischer Fortschritt und ein geschärftes Gesundheitsbewusstsein verändern das Angebot nachhaltig.
Klassische Erfrischungsgetränke geraten unter Druck. Wachstumschancen bieten funktionale Produkte, die gezielt Nährstoffmängel adressieren oder auf spezifische Altersgruppen zugeschnitten sind. Transparenz und gesundheitlicher Mehrwert werden zum zentralen Erfolgsfaktor.
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