âZuckerfreiâ auf GetrĂ€nken: Erlaubt sind höchstens 0,5 Gramm je 100 Milliliter
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 22:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Reduktion von sĂŒĂenden ZusĂ€tzen in Lebensmitteln gewinnt im Konsumalltag an Bedeutung. Nach Daten des Marktforschungsinstituts YouGov aus einem Bericht vom 23. Oktober 2026 verzichten 25 Prozent der deutschen Verbraucher dauerhaft auf Nahrungsmittel und GetrĂ€nke, die industriellen Zusatzzucker enthalten.
Weitere 37 Prozent haben bereits zeitweise eine solche ErnÀhrungspause eingelegt, wÀhrend 36 Prozent der Befragten noch nie auf industriell zugesetzten Zucker verzichtet haben.
Generationen zeigen deutliche Unterschiede beim Konsum
Zwischen den Altersgruppen zeigen sich erhebliche Abweichungen in den ErnĂ€hrungsgewohnheiten. Ein dauerhafter Verzicht ist vor allem bei Ă€lteren Konsumenten verbreitet: In der Generation der Boomer meiden 36 Prozent kontinuierlich Zusatzzucker. Bei jĂŒngeren Konsumenten liegt dieser Wert deutlich niedriger. In der Generation Z geben 17 Prozent und bei den Millennials 15 Prozent an, dauerhaft darauf zu verzichten.
JĂŒngere Menschen greifen stattdessen bevorzugt zu zeitlich begrenzten Verzichtsphasen. Bei der Generation Z liegt der Anteil des zeitweisen Verzichts bei 51 Prozent, bei den Millennials sind es 47 Prozent. In der Generation X haben dagegen 39 Prozent nach eigenen Angaben noch nie auf Industriezucker verzichtet. Zwischen den Geschlechtern lassen sich bei der grundsĂ€tzlichen Entscheidung fĂŒr oder gegen den Verzicht keine Unterschiede feststellen.
Dauer der Verzichtsphasen und Stellenwert von Zero-Produkten
Entscheiden sich Verbraucher fĂŒr einen zeitweisen Ausstieg, wĂ€hrt dieser meist nur kurz. Laut den YouGov-Daten dauerte die Umstellung bei 54 Prozent maximal vier Wochen. Davon entfielen 15 Prozent auf ZeitrĂ€ume unter einer Woche, 20 Prozent auf ein bis zwei Wochen und 19 Prozent auf drei bis vier Wochen.
Eine monatelange Reduktion gaben 35 Prozent an, wobei 19 Prozent ein bis sechs Monate und 16 Prozent ĂŒber sechs Monate durchhielten. Unentschieden oder unsicher zeigten sich 12 Prozent.
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Als UnterstĂŒtzung greift die HĂ€lfte der Verzichtenden auf Produkte mit der Kennzeichnung âZero Sugarâ zurĂŒck. Dagegen gaben 34 Prozent an, diese Produkte nicht zu nutzen. Bei 13 Prozent geschieht dies gezielt wĂ€hrend des Verzichts, wĂ€hrend 21 Prozent ohnehin keine solchen Produkte konsumieren. Zwölf Prozent sehen in diesen Alternativen keine Hilfe.
Vor allem dauerhaft Verzichtende halten Distanz: 33 Prozent von ihnen meiden Zero-Produkte, wĂ€hrend es bei den zeitweise Verzichtenden 12 Prozent sind. MĂ€nner bewerten die Ersatzprodukte zu 56 Prozent positiv als UnterstĂŒtzung, Frauen hingegen nur zu 44 Prozent. Zudem konsumieren 26 Prozent der Frauen und 15 Prozent der MĂ€nner solche Varianten grundsĂ€tzlich nicht.
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Vorgaben fĂŒr Auslobungen wie zuckerfrei
Beim Griff zu Ersatzartikeln gelten klare lebensmittelrechtliche Bestimmungen fĂŒr die Etikettierung. Nach Angaben des Portals âLebensmittel Klarheitâ der Verbraucherzentralen aus einem Bericht vom 23. Oktober 2026 darf ein GetrĂ€nk nur dann als âzuckerfreiâ bezeichnet werden, wenn der Zuckergehalt höchstens 0,5 Gramm pro 100 Milliliter betrĂ€gt.
Dieser Schwellenwert bezieht sich bei flĂŒssigen Nahrungsmitteln strikt auf das VolumenmaĂ von 100 Millilitern und nicht auf ein Gewicht von 100 Gramm. Anlass dieser Klarstellung war die PrĂŒfung eines Sportlerdrinks, der einen Wert von 0,3 Gramm Zucker pro 100 Gramm auswies.
VerbraucherschĂŒtzer verweisen zudem auf die Abgrenzung zu anderen Bezeichnungen: Der Hinweis âohne Zuckerzusatzâ garantiere keineswegs ein zuckerfreies Lebensmittel. Er besage lediglich, dass weder Zucker noch sĂŒĂende Zutaten zugesetzt wurden, wĂ€hrend von Natur aus enthaltene Zucker weiterhin im Endprodukt verbleiben können.
