Iran, USA

Trump droht Iran wegen Gewalt gegen Demonstranten

02.01.2026 - 09:45:17

Bei den Protesten im Iran kamen am Donnerstag bei Konfrontationen mit der Staatsmacht mehrere Demonstranten ums Leben. Nun meldet sich der US-PrÀsident zu Wort.

US-PrĂ€sident Donald Trump hat den Teilnehmern der Proteste gegen die autoritĂ€re StaatsfĂŒhrung im Iran seine UnterstĂŒtzung zugesagt. Wenn der Iran friedliche Demonstranten töte, «werden die Vereinigten Staaten von Amerika ihnen zu Hilfe kommen», schrieb der Republikaner auf seiner Online-Plattform Truth Social. Was er konkret vorhat, ließ der US-PrĂ€sident offen.

Eine Reaktion aus dem Iran folgte prompt. «Wir unterscheiden zwischen der Haltung der protestierenden Ladenbesitzer und den Aktionen störender Akteure, und Trump sollte wissen, dass eine Einmischung der USA in diese innere Angelegenheit die gesamte Region destabilisieren wĂŒrde», schrieb Ali Laridschani, GeneralsekretĂ€r des iranischen Sicherheitsrats, auf der Plattform X. Ali Schamchani, ein ranghoher Berater der StaatsfĂŒhrung, warnte ebenfalls auf X: Jede eingreifende Hand, die sich unter dem Vorwand der Sicherheit nĂ€here, werde abgeschnitten.

Ausgelöst wurden die aktuellen Proteste im Iran durch einen plötzlichen Einbruch der Devisenkurse am vergangenen Sonntag. Spontan gingen vor allem HĂ€ndler in der Hauptstadt Teheran auf die Straße. Inzwischen erfassen die Proteste auch andere Landesteile und Bevölkerungsschichten. Im Westen des Landes gab es am Donnerstag schwere Ausschreitungen. Mehrere Menschen kamen bei Konfrontationen mit den SicherheitskrĂ€ften ums Leben.

Die USA gelten seit der Islamischen Revolution von 1979 als Erzfeind der iranischen StaatsfĂŒhrung. Diplomatische Beziehungen unterhalten beide LĂ€nder nicht. Im Juni 2025 hatte sich das US-MilitĂ€r Israels Krieg gegen den Iran angeschlossen und dort zentrale Atomanlagen bombardiert.

@ dpa.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.

Weitere Meldungen

Trump zu Netanjahu: Bestehe auf Verhandlungen mit dem Iran. Trump macht nun deutlich, dass er einen Deal bevorzugt. Israels Regierung warnt vor einem Abkommen mit dem Iran, das sich nur auf dessen Atomprogramm beschrÀnkt. (Ausland, 12.02.2026 - 04:51) weiterlesen...

Netanjahu: Bei Trump-Treffen SicherheitsbedĂŒrfnisse betont. Trump besteht auf einer Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Iran. Israel soll einen Krieg am Ende fĂŒr unvermeidlich halten. Der Regierungschef pocht in Washington auf die Sicherheit Israels. (Ausland, 11.02.2026 - 20:57) weiterlesen...

Trump nach Treffen mit Netanjahu: Bevorzuge Deal mit Iran. Trump lĂ€sst danach durchblicken, welche Linie er vorgelegt hat. Israels MinisterprĂ€sident und der US-PrĂ€sident haben sich getroffen, um ĂŒber den Konflikt mit dem Iran zu sprechen. (Ausland, 11.02.2026 - 20:47) weiterlesen...

Vance: Sturz der FĂŒhrung in Teheran ist Sache des Volkes Welches Ziel verfolgen die Vereinigten Staaten bei den Verhandlungen mit dem Iran? US-VizeprĂ€sident Vance macht eine klare Ansage. (Ausland, 11.02.2026 - 20:02) weiterlesen...

Reeder fordern lĂ€ngeren EU-Schutz fĂŒr Schiffe im Nahen Osten Angesichts der Spannungen zwischen Iran und den USA hat der Verband Deutscher Reeder (VDR) zum Schutz der internationalen Handelsschifffahrt im Nahen und Mittleren Osten eine VerlĂ€ngerung der EU-Marineoperation "Aspides" angemahnt. (Boerse, 11.02.2026 - 16:31) weiterlesen...

Netanjahu trifft Trump - fĂŒr harte Linie bei Iran-GesprĂ€chen. Bei Trump will Netanjahu sicherstellen, dass Israels Anliegen in den Iran-GesprĂ€chen der USA nicht außer Acht gelassen werden. Israel sieht in Irans Atom- und Raketenprogramm die grĂ¶ĂŸte Bedrohung. (Ausland, 11.02.2026 - 05:20) weiterlesen...