USA, Regierung

US-Gericht erlaubt Nationalgarde-Entsendung nach Portland

21.10.2025 - 09:22:35 | dpa.de

Der Rechtsstreit um die Entsendung von Nationalgardisten geht in die nĂ€chste Runde. US-PrĂ€sident Trump will, dass die Soldaten in GroßstĂ€dten fĂŒr Ordnung sorgen.

In Portland gibt es Proteste vor einer Einrichtung der Einwanderungsbehörde ICE. (Archivbild) - Foto: Ethan Swope/AP/dpa
In Portland gibt es Proteste vor einer Einrichtung der Einwanderungsbehörde ICE. (Archivbild) - Foto: Ethan Swope/AP/dpa

Im Rechtsstreit um die geplante Entsendung von Soldaten der Nationalgarde aus dem Bundesstaat Oregon in die Stadt Portland hat US-PrĂ€sident Donald Trump einen Punktsieg erzielt. Ein Berufungsgericht kassierte die einstweilige VerfĂŒgung einer rangniedrigeren Bundesrichterin gegen einen von Trumps Regierung angeordneten Einsatz von 200 Soldaten.

US-Heimatschutzministerin Kristi Noem bezeichnete die Entscheidung des Gerichts auf der Plattform X als «weiteren Sieg» fĂŒr PrĂ€sident Trump und die Sicherheit der Menschen in Amerika. 

Die mehrheitlich getroffene Entscheidung vom Montag (Ortszeit), zu der eine Richterin eine abweichende Meinung veröffentlichte, ist aber nicht der letzte Schritt in dem Rechtsstreit. AnwĂ€lte des Bundesstaats Oregon und der Stadt Portland ersuchten sofort eine Anhörung vor einem grĂ¶ĂŸeren Richtergremium des zustĂ€ndigen US-Berufungsgerichts. Die Anhörung könnte ĂŒbereinstimmenden Medienberichten zufolge noch diese Woche stattfinden. 

Es ist daher zunĂ€chst unklar, wann und ob Trump die Nationalgarde in der Großstadt Portland im Nordwesten der USA einsetzen wird, um dort Beamte und Einrichtungen des Bundes - etwa der Einwanderungsbehörde ICE - zu schĂŒtzen. 

Richter halten Argumentation der Regierung fĂŒr belastbar

Die Richter des Berufungsgerichts ließen erkennen, dass die Argumentation der Regierung, wonach örtliche SicherheitskrĂ€fte womöglich nicht ausreichten, um die Interessen des Bundes in der Metropole Portland zu schĂŒtzen, vor Gericht Bestand haben dĂŒrfte. Daher hoben sie die einstweilige VerfĂŒgung gegen den Einsatz der Soldaten vorerst auf. Der Fall muss in der Sache aber noch weiter verhandelt werden. 

Auch die Frage, ob Trump Nationalgardisten aus anderen Bundesstaaten nach Oregon entsenden darf, ist noch Gegenstand eines Rechtsstreits. Dagegen hat eine Bundesrichterin ebenfalls eine einstweilige VerfĂŒgung erlassen. Die Regierung hofft, diese nun ebenfalls zu kippen. 

Zudem gibt es um den von Trump vorangetriebenen Einsatz der Nationalgarde gegen den Willen der Gouverneure der betroffenen Bundesstaaten auch noch weitere Verfahren - etwa wegen des Einsatzes in der Großstadt Chicago in Illinois.

Trumps EinsÀtze betreffen demokratische StÀdte

Die Nationalgarde ist Teil der US-StreitkrÀfte. Ihre Truppen können etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder NotfÀllen im Inneren eingesetzt werden und stehen normalerweise unter dem Kommando der Gouverneure der Bundesstaaten. 

Trump hat ihre Entsendung unter anderem auch in die Hauptstadt Washington mit angeblich ausufernder KriminalitĂ€t auf den Straßen begrĂŒndet. In seinem Visier sind viele von Demokraten regierte StĂ€dte wie Portland und Chicago - in jĂŒngster Vergangenheit war auch die kalifornische Metropole Los Angeles betroffen. 

Kritiker werfen Trump vor, mit dem Einsatz der Nationalgarde vor allem eine Show zu veranstalten und politische Gegner einschĂŒchtern zu wollen.

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