USA, Iran

Gazelle Sharmahd spricht von Politizid im Iran

25.01.2026 - 10:06:14

Die Aktivistin Gazelle Sharmahd, Tochter des hingerichteten Deutschen Jamshid Sharmahd, hat dem Mullah-Regime im Iran vorgeworfen, einen "Genozid - genauer: Politizid" (politische SĂ€uberung) - an der eigenen Bevölkerung auszufĂŒhren.Darauf deuteten Videos und Nachrichten hin, die derzeit trotz nahezu vollstĂ€ndiger Abschaltung des Internets durchsickerten, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Mehrere Videos, die uns erreichen, zeigen eindeutig Kriegsrecht", so Sharmahd. Das Regime habe Milizen aus dem Libanon (Hisbollah) und dem Irak (Hashd al-Shaabi) eingeflogen, die die Straßen patrouillierten und auf Arabisch riefen: "Wir dienen dir, Khamenei". Sharmahd bezieht sich auf ein Video, das sich nicht vollstĂ€ndig ĂŒberprĂŒfen lĂ€sst. Dies zeige, dass es keine iranische Regierung sei, sondern eine arabisch-islamistische Fremdbesatzung mit dschihadistischen Milizen, die der Bevölkerung ins Gesicht schieße.

Die Aktivistin, die derzeit in Los Angeles lebt, erklĂ€rte, die vielen "Lynchmorde", die "Maschinengewehre gegen Zivilisten", seien nicht nur Kriegsverbrechen, sondern Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Trotz der Gefahr, das Leben zu verlieren, mobilisierten sich die Menschen weiter und organisierten Widerstand. "Beerdigungen verwandeln sich in revolutionĂ€re Versammlungen." Ein gezielter militĂ€rischer Schlag gegen die Hauptquartiere der Revolutionsgarden sei das derzeit einzige Mittel, um das Morden zu stoppen. Nach ihrer Information gebe es bereits Vorbereitungen, Ministerien und staatliche Institutionen zu ĂŒbernehmen und das Land von innen zu befreien, "sobald die versprochene UnterstĂŒtzung eintrifft".

Deutschland sei als grĂ¶ĂŸter Handelspartner mit historischer Verantwortung in der Pflicht, ein Tribunal nach dem Vorbild der NĂŒrnberger Prozesse einzuleiten. Der Fall ihres Vaters Jamshid Sharmahd liege bei der Bundesanwaltschaft und könne als PrĂ€zedenzfall dienen, um Haftbefehle gegen Regime-FunktionĂ€re auf europĂ€ischem Boden zu erlassen. Sanktionen, Fact-Finding-Missionen oder diplomatische Apparate seien "völlig unzureichend, wenn ein Genozid im Gange ist", so Sharmahd.

@ dts-nachrichtenagentur.de

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