Bundesregierung, Trump

Bundesregierung will Trump nicht als Faschisten bezeichnen

06.11.2024 - 14:59:47 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Bundesregierung will Donald Trump nach dessen erneuter Wahl zum US-PrÀsidenten nicht öffentlich als "Faschisten" bezeichnen.

Bundeskanzleramt - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Bundeskanzleramt - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Trump ist in demokratischen Wahlen gewĂ€hlt worden und so gehört es sich, dass man sich mit allen, mit denen man in den internationalen Beziehungen zu tun hat, auch versucht, freundschaftlich und konstruktiv auseinanderzusetzen", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in der Regierungspressekonferenz. "Dieses Angebot, diese Haltung halten wir auch der neuen Trump-Administration gegenĂŒber ein." Die Bundesregierung beurteile solche Begrifflichkeiten generell nicht, so der Regierungssprecher.

"Ich wĂŒsste nicht, dass wir zu irgendeinem Staats- oder Regierungschef eine solche Bezeichnung gemacht hĂ€tten oder andere bezeichnen. Das darf im politischen Raum immer sein." Die Bundesregierung mache sich diese Bezeichnung "selbstverstĂ€ndlich nicht zu eigen". In den USA war in der vergangenen Woche eine Debatte darĂŒber ausgebrochen, ob Trump ein Faschist sei. Auslöser war, dass Trumps ehemaliger Stabschef im Weißen Haus, John Kelly, gesagt hatte, sein ehemaliger Vorgesetzter sei "sicherlich ein autoritĂ€rer Mensch", der Menschen bewundere, die Diktatoren sind. Trump entspreche "der allgemeinen Definition eines Faschisten". Robert Paxton, der mit "Anatomie des Faschismus" eines der Grundlagenwerke zur Begriffsdefinition geschrieben hatte, war zu Beginn von Trumps erster Amtszeit abgeneigt, den Fachbegriff auf ihn anzuwenden. Doch mit dem Sturm auf das Kapitol 2021 kam Paxton zu dem Ergebnis, Trump sei ein Faschist. Eine Ă€hnliche EinschĂ€tzung vertritt der Holocaustforscher Timothy Snyder. Der Yale-Professor und Philosoph Jason Stanley hatte zudem erklĂ€rt, es könne kein deutlicheres Beispiel fĂŒr eine faschistische Bewegung geben als Trumps AnhĂ€ngerschaft.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
ausland | 66064496 |