Grönland: EU plant Sicherheitsstrategie und Antwort auf US-Zölle
20.01.2026 - 12:52:03Die EU-KommissionsprĂ€sidentin erklĂ€rte, man betrachte die Menschen in den Vereinigten Staaten nicht nur als VerbĂŒndete, sondern auch als Freunde. "Uns in eine gefĂ€hrliche AbwĂ€rtsspirale zu stĂŒrzen, wĂŒrde genau den Gegnern helfen, die wir beide so entschlossen aus unserem strategischen Umfeld fernhalten wollen", sagte sie.
Von der Leyen kĂŒndigte ein MaĂnahmenpaket zur UnterstĂŒtzung der Sicherheit in der Arktis an. Das erste Prinzip dafĂŒr sei die uneingeschrĂ€nkte SolidaritĂ€t mit Grönland und dem Königreich DĂ€nemark. "Die SouverĂ€nitĂ€t und IntegritĂ€t ihres Hoheitsgebiets sind nicht verhandelbar", so die CDU-Politikerin. Sie will die Investitionen in Grönland und mit den USA und anderen Partnern an einer umfassenderen Sicherheit in der Arktis arbeiten.
Zudem will von der Leyen prĂŒfen, wie man Sicherheitspartnerschaften mit Partnern wie dem Vereinigten Königreich, Kanada, Norwegen, Island und anderen stĂ€rken könne. "SchlieĂlich bin ich der Meinung, dass sich Europa an die neue Sicherheitsarchitektur und die neuen RealitĂ€ten, mit denen wir derzeit konfrontiert sind, anpassen muss. Aus diesem Grund bereitet Europa eine eigene Sicherheitsstrategie vor, die wir noch in diesem Jahr veröffentlichen wollen. In diesem Zusammenhang aktualisieren wir auch unsere Arktis-Strategie", erklĂ€rte sie. "Im Mittelpunkt steht dabei das Grundprinzip, dass souverĂ€ne Völker ĂŒber ihre eigene Zukunft entscheiden."
In ihrer Rede stellte von der Leyen das Mercosur-Handelsabkommen indirekt als Gegenentwurf zur AuĂenpolitik der US-Administration dar - ohne Trump oder die USA direkt zu nennen. Das Mercosur-Abkommen sende "eine starke Botschaft an die Welt, dass wir fairen Handel statt Zölle wĂ€hlen, Partnerschaft statt Isolation, Nachhaltigkeit statt Ausbeutung - und dass wir es ernst meinen mit der Risikominderung unserer Volkswirtschaften und der Diversifizierung unserer Lieferketten", sagte sie.
Die EU-KommissionsprĂ€sidentin kĂŒndigte weitere Abkommen mit Australien, den Philippinen, Thailand, Malaysia und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Mit Indien sei man bereits an der Schwelle zu einem historischen Handelsabkommen, so von der Leyen. "Manche bezeichnen es als die Mutter aller Abkommen."


