USA, Weltpolitik

Bericht: USA wollen Nato-BeitrÀge drastisch reduzieren

26.05.2026 - 11:20:54 | dts-nachrichtenagentur.de

Die USA wollen ihre militĂ€rischen BeitrĂ€ge fĂŒr die Nato offenbar massiv reduzieren.

F-16 Kampfjet (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
F-16 Kampfjet (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Informationen aus dem Nato-Hauptquartier.

Ein Gesandter von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth unterrichtete dem Bericht zufolge Ende vergangener Woche im Nato-Hauptquartier hochrangige Beamte aus Mitgliedstaaten. Demnach wolle Washington der Nato im Rahmen der StreitkrĂ€fteplanung der Allianz, dem sogenannten "Nato Force Model", kĂŒnftig erheblich weniger militĂ€rische SchlĂŒsselfĂ€higkeiten bereitstellen, etwa US-Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnen oder Tankflugzeuge.

Die USA sollen planen, deutlich weniger strategische Bomber fĂŒr die Nato abzustellen, von einer Halbierung der bisherigen Zahl war die Rede. Konkret soll die Zahl der US-Kampfjets um ein Drittel sinken, wie der US-Gesandte Alexander Velez-Green in der geheim tagenden Runde angekĂŒndigt haben soll. Die US-Marine soll zudem weniger Zerstörer fĂŒr die Nato bereithalten, U-Boote wollen die USA im Nato-Verbund gar nicht mehr stellen. Auch Drohnen zur AufklĂ€rung sollen die EuropĂ€er selbst stellen. Bei bewaffneten Modellen wollen die USA ihr Engagement deutlich zurĂŒckfahren.

Laut dem US-Gesandten Velez-Green sind die Alliierten nun aufgefordert, die entstehenden LĂŒcken möglichst schnell zu schließen. Die USA seien bereit, mit allen Nato-Partnern eng zu kooperieren, die nun schnell handeln. Anfang Juni wollen die USA bei einer Truppenstellerkonferenz weitere Details nennen. In den vergangenen Monaten hatte die Regierung von Donald Trump immer wieder gefordert, dass die EuropĂ€er die konventionelle Verteidigung des Kontinents selbst ĂŒbernehmen.

Die Nato wollte sich zu den US-AnkĂŒndigungen nicht im Detail Ă€ußern. Eine Sprecherin sagte dem "Spiegel" lediglich, in der Vergangenheit habe es bei der Nato-StreitkrĂ€fteplanung eine "Über-AbhĂ€ngigkeit" von den USA gegeben. Nun aber investierten Europa und Kanada mehr in die Verteidigung, deswegen könne man die militĂ€rische Verantwortung innerhalb der Allianz neu sortieren. Die VerĂ€nderungen stĂ€rkten die Nato, indem sie die zu starke AbhĂ€ngigkeit von einem Alliierten reduziere, so die Sprecherin.

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