ReprĂ€sentantenhaus stimmt fĂŒr strengere Regeln bei US-Wahlen
12.02.2026 - 02:31:24Ein von den Republikanern eingebrachter Gesetzesentwurf fĂŒr verschĂ€rfte Regeln bei der WĂ€hlerregistrierung in den Vereinigten Staaten hat eine erste HĂŒrde genommen. Eine knappe Mehrheit im US-ReprĂ€sentantenhaus stimmte dafĂŒr, dass BĂŒrgerinnen und BĂŒrger bei der Registrierung fĂŒr die Stimmabgabe Dokumente einreichen mĂŒssen, die ihre US-StaatsbĂŒrgerschaft belegen. Der Senat muss dem von PrĂ€sident Donald Trump unterstĂŒtzten Entwurf als zweite Parlamentskammer noch zustimmen, die Erfolgsaussichten des umstrittenen Vorhabens gelten als ungewiss.
Entgegen eines frĂŒheren, ebenfalls von Republikanern eingebrachten Gesetzesentwurfes soll bei Bundeswahlen wie der bevorstehenden Kongresswahl im November nun auch ein Lichtbildausweis vorgelegt werden. Neu ist auch, dass sowohl beim Antrag auf Briefwahl als auch bei der Abgabe des Briefwahlzettels eine Kopie des Ausweisdokuments beigefĂŒgt werden soll. WĂ€hrend Trump die geplanten Ănderungen damit begrĂŒndet, angeblichen Wahlbetrug verhindern zu wollen, vermuten Kritiker als Motiv eher eine gezielte Benachteiligung der demokratischen WĂ€hlerklientel.
Keine einheitlichen Regeln bei WĂ€hleridentifikation
Anders als in Deutschland gibt es in den USA keine einheitlichen Regeln, wie WÀhlerinnen und WÀhler bei der Stimmabgabe vor Ort identifiziert werden - die Bundesstaaten entscheiden weitgehend eigenstÀndig und zÀhlen die Stimmen selbst aus, um eine Einmischung seitens der Bundesbehörden zu verhindern. Dieses Recht ist ihnen per Verfassung zugesichert.
Nach Angaben der ĂŒberparteilichen Organisation National Conference of State Legislatures (NCSL) mĂŒssen BĂŒrger in 36 der 50 Bundesstaaten einen Ausweis prĂ€sentieren - in den ĂŒbrigen, mehrheitlich demokratisch regierten Bundesstaaten gibt es keine derartige Pflicht. Stattdessen genĂŒgt oftmals der Abgleich von Unterschriften.
Am 3. November stehen in den Vereinigten Staaten die wichtigen Kongresswahlen an. Bei den sogenannten Midterms werden alle 435 Sitze im ReprÀsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat neu gewÀhlt. Derzeit haben die Republikaner in beiden Parlamentskammern knappe Mehrheiten - verliert Trumps Partei diese, könnten die Demokraten dem PrÀsidenten in seiner verbleibenden Amtszeit deutlich mehr Probleme bereiten und politische Vorhaben leichter bremsen oder gar komplett blockieren.
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