Bundesregierung, Reisewarnung

Bundesregierung: Derzeit keine Reisewarnung fĂŒr USA

10.06.2025 - 16:59:03

In den USA demonstrieren Hunderte gegen die Migrationspolitik von PrĂ€sident Trump. Der reagiert mit einer Mobilmachung. Das AuswĂ€rtige Amt will die Hinweise fĂŒr US-Reisende nicht verschĂ€rfen.

Das AuswĂ€rtige Amt sieht in den anhaltenden Protesten gegen die umstrittene Einwanderungspolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump derzeit keinen Anlass fĂŒr eine Reisewarnung fĂŒr die USA oder einzelne Landesteile. «Eine Reisewarnung wird ausgesprochen, wenn Gefahr fĂŒr Leib und Leben besteht», hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur aus dem deutschen Außenministerium in Berlin. Die Reise- und Sicherheitshinweise fĂŒr die USA wiesen grundsĂ€tzlich darauf hin, sich in lokalen Medien ĂŒber die Situation vor Ort zu informieren und Menschenansammlungen, in deren Umfeld es möglicherweise zu Gewalt kommen könne, weitrĂ€umig zu meiden, hieß es ergĂ€nzend. 

AA an BĂŒrger: Über Sicherheit im Reiseland informieren 

Die Reise- und Sicherheitshinweise des AuswĂ€rtigen Amts wĂŒrden fortlaufend ĂŒberprĂŒft und wo erforderlich angepasst. Es werde empfohlen, vor jeder Reise die Reise- und Sicherheitshinweise fĂŒr das Reiseland zu lesen und sich das Reiseland etwa in der App «Sicher Reisen» des AuswĂ€rtigen Amts zu markieren. In den Reise- und Sicherheitshinweisen gebe man unter anderem Verhaltenshinweise und nehme Entwicklungen auch im Bereich der Einreisevorschriften auf. Das AA empfahl zudem, sich vor einer Reise ins Ausland auf der Krisenvorsorgeliste ELEFAND zu registrieren.

Seit Tagen demonstrieren Menschen in Los Angeles und inzwischen auch in anderen US-StĂ€dten gegen Trumps harten Migrationskurs. Trump will die Proteste nicht tolerieren: Auf dessen Anweisung hatte das US-Verteidigungsministerium zuletzt 2.000 zusĂ€tzliche Soldaten der Nationalgarde und 700 Marineinfanteristen der regulĂ€ren StreitkrĂ€fte fĂŒr den Einsatz in Los Angeles mobilisiert. Bereits am Wochenende hatte Trump in einem höchst ungewöhnlichen und umstrittenen Schritt 2.000 Nationalgardisten mobilisieren lassen.

@ dpa.de