Hubig wirft USA Frontalangriff auf das Völkerstrafrecht vor
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 11:50 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deAus den jetzigen US-Sanktionen spreche eine Verachtung für die Idee einer Herrschaft des Rechts, die mit dieser Tradition nicht zu vereinen sei. Deutschland habe den Internationalen Strafgerichtshof von Beginn an in besonderem Maße unterstützt. Und man müsse und werde das auch weiterhin tun. "Wir haben - auch aufgrund unserer Geschichte - eine besondere Verantwortung, uns für das Völkerstrafrecht einzusetzen: Auch auf die schlimmsten Verbrechen, die Staaten begehen, muss das Recht eine Antwort geben", so Hubig.
Die neuen Sanktionen gegen den IStGH richten sich gegen die Präsidentin des Gerichts, Tomoko Akane, und den derzeit leitenden Prozessanwalt Abdoulaye Seye. US-Außenminister Marco Rubio hatte als Grund für die Sanktionen die Bemühungen des Gerichts genannt, gegen Regierungsvertreter von Staaten zu ermitteln, die dessen Zuständigkeit nicht anerkennen.
