Organisiertes Verbrechen: Europol zieht 4,1 Milliarden ein
11.09.2023 - 14:04:29Im Kampf gegen organisierte KriminalitÀt haben europÀische Ermittler Milliarden beschlagnahmt - doch das ist nur ein winziger Teil der kriminellen Gewinne. Laut einem Bericht der europÀischen Polizeibehörde Europol wurden in den Jahren 2020 und 2021 schÀtzungsweise durchschnittlich Vermögen in Höhe von 4,1 Milliarden Euro in der EU eingezogen.
Dennoch sei der Betrag der beschlagnahmten Erlöse nach wie vor zu gering: Weniger als zwei Prozent der jĂ€hrlich geschĂ€tzten Erlöse aus der organisierten KriminalitĂ€t wĂŒrden eingezogen, teilte die Behörde am Montag in BrĂŒssel mit.
Was mit den 4,1 Milliarden Euro passiert, sei von Land zu Land unterschiedlich, teilte Europol am Montagnachmittag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur schriftlich mit. Dies hÀnge von nationalen Gesetzen ab.
Viele kriminelle Akteure agieren auĂerhalb der EU
«Die organisierte KriminalitĂ€t hat eine parallele globale kriminelle Wirtschaft rund um GeldwĂ€sche, illegale Finanztransfers und Korruption aufgebaut», sagte die Exekutivdirektorin von Europol, Catherine De Bolle. Eine Herausforderung sei, dass sich viele kriminelle Akteure auĂerhalb der EU befĂ€nden und sie ihre eingesetzten Techniken schnell weiterentwickelten.
Bis zu 70 Prozent der kriminellen Netzwerke nutzen verschiedene Formen der GeldwĂ€sche, um ihre AktivitĂ€ten zu finanzieren, hieĂ es. 80 Prozent missbrauchen legale GeschĂ€ftsstrukturen fĂŒr Verbrechen.


