Selenskyj: Russen greifen mit 600 Drohnen und 36 Raketen an
29.11.2025 - 10:45:16Bei den neuen russischen Raketen- und Drohnenangriffen sind nach Angaben des ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj mindestens drei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Russland habe mit 36 Raketen und fast 600 Drohnen angegriffen. Hauptziele seien die Energieinfrastruktur gewesen und zivile Objekte. Selenskyj sprach auch von massiven SchÀden und BrÀnden in WohnhÀusern in der Hauptstadt Kiew und Umgebung. Laut Behörden starb auch im Kiewer Gebiet eine Frau.
Nach Angaben des Energieministeriums sind in der Millionenmetropole Kiew 500.000 Menschen von StromausfĂ€llen betroffen, im Kiewer Gebiet 100.000 Menschen. BĂŒrgermeister Vitali Klitschko gab die Zahl der Toten in Kiew mit zwei an. Zudem gebe es 37 Verletzte. Menschen mussten sich wegen des nĂ€chtlichen Luftalarms in Bunkern in Sicherheit bringen. Auch in anderen Teilen des Landes gab es Angriffe.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass neben Energieinfrastruktur auch RĂŒstungsbetriebe Ziele der Angriffe gewesen seien. Es handele sich um Antworten auf ukrainische Angriffe gegen russische Ziele. Demnach schoss die russische Flugabwehr innerhalb von 24 Stunden 158 ukrainische Drohnen ab. Zu SchĂ€den machte das Ministerium wie immer keine Angaben. Die Ukraine verteidigt sich mit diesen Gegenangriffen gegen den seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg.
Selenskyj: Ukraine braucht Flugabwehrraketen
PrĂ€sident Selenskyj sagte, die Ukraine brauche fĂŒr einen besseren Schutz vor den russischen Angriffen ausreichend Raketen fĂŒr ihre Flugabwehrsysteme. Erneut forderte er die EU auf, die in Belgien im Zuge von Sanktionen eingefrorenen russische Staatsmilliarden freizugeben, wenn Moskau seine Angriffe nicht einstelle. Zugleich betonte Selenskyj, dass GesprĂ€che mit allen Partnern zur Beendigung des Krieges nötig seien. Die Ukraine ist dazu mit den USA und den fĂŒhrenden EuropĂ€ern im GesprĂ€ch.
US-Vertreter werden in der ersten HĂ€lfte der kommenden Woche auch zu Verhandlungen ĂŒber einen Plan von US-PrĂ€sident Donald Trump in Moskau erwartet. Das Dokument hatte zunĂ€chst 28 Punkte. Inzwischen sind nach Verhandlungen in Genf auch erste VorschlĂ€ge der Ukraine und der EU eingearbeitet, die nach Kremlangaben auch Russland vorliegen. Eine Einigung auf einen Friedensplan ist bisher nicht in Sicht.


